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Anleitung zum Sprengstoffbau in Chatgruppe der "Corona-Rebellen" | BR24

© BR/Jonas Miller

Das "Nürnberger Bündnis Nazistopp" zeigt sich entsetzt über die Chatgruppe der sogenannten "Corona Rebellen" Nürnberg. Ein Nutzer habe dort eine Anleitung zur Herstellung von Sprengstoff veröffentlicht.

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Anleitung zum Sprengstoffbau in Chatgruppe der "Corona-Rebellen"

In einer Chatgruppe der sogenannten "Corona-Rebellen" ist offenbar eine Anleitung zur Herstellung von Sprengstoff aufgetaucht. Das berichtet das "Nürnberger Bündnis Nazistopp". Mittlerweile wurde die Anleitung entfernt.

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Von
  • Jonas Miller

Laut einer Mitteilung des "Nürnberger Bündnis Nazistopp" habe ein Nutzer in der Chatgruppe der "Corona Rebellen" Nürnberg eine Anleitung zur Herstellung von Apex-Sprengstoff (Acetonperoxid) veröffentlicht. Dieser Sprengstoff werde auch von Terrororganisationen wie dem sogenannten Islamischen Staat verwendet.

Radikalisierung der "Corona Rebellen"?

Nach Einschätzung des Bündnisses zeige das die Radikalisierung der "Corona Rebellen" - eine Gruppe von Leugnern der Corona-Pandemie, die sich gegen die Maßnahmen der Staatsregierung wenden. Nach BR-Informationen hat das "Bündnis Nazistopp" die Polizei über die Verbreitung der Sprengstoff-Anleitung in der Chatgruppe informiert.

Anleitung aus der Gruppe entfernt

Die Sprengstoffanleitung ist mittlerweile aus der Gruppe entfernt worden. Laut einer Mitteilung, die dem BR vorliegt, distanziert sich der Administrator der Chatgruppe mittlerweile von Gewalt "und somit auch von chemischen Stoffen", wie sie zum Bombenbau verwendet werden können. Demnach unterstütze die Gruppe die Weitergabe solcher Informationen nicht.

Strafbare Inhalte in der Chatgruppe

Am Dienstagabend informiert das Bündnis Nazistopp in einer digitalen Veranstaltung über die Hintergründe der Nürnberger "Corona Rebellen". Diese seien rechtsoffen, unsolidarisch und wissenschaftsfeindlich, so das Bündnis. In den Chatgruppen des Messengerdienstes Telegram vernetzen sich zunehmend Kritiker der Corona-Maßnahmen der Staatsregierung, aber auch Rechtsextreme, Antisemiten und Holocaustleugner. Hintergrund ist, dass strafbare Inhalte auf anderen Plattformen gelöscht werden.

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