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Anlagebetrug aufgedeckt - Schaden in Millionenhöhe | BR24

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Anlagebetrug aufgedeckt - Schaden in Millionenhöhe

Vier mutmaßliche Anlagebetrüger sind von einer unterfränkischen Ermittlungskommission gestellt worden. Ein Geschädigter aus Unterfranken hatte den Fall ins Rollen gebracht. Anleger sollen um insgesamt 2,5 Millionen Euro betrogen worden sein.

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© Ansgar Nöth/BR-Mainfranken

Vier mutmaßliche Anlagebetrüger konnten nun von einer unterfränkischen Ermittlungskommission gestellt werden. Ein Geschädigter aus Unterfranken hatte den Fall ins Rollen gebracht. Anleger sollen um insgesamt 2,5 Millionen Euro betrogen worden sein.

Die Staatsanwaltschaft Würzburg sowie die Kriminalpolizeien Aschaffenburg und Würzburg haben einen Anlagebetrug in Millionenhöhe aufgedeckt. Vier Tatverdächtige sitzen inzwischen in Untersuchungshaft. Sie sollen Anleger um insgesamt 2,5 Millionen Euro betrogen haben. Ein Geschädigter aus Unterfranken hatte der Staatsanwaltschaft Würzburg offenbar den entscheidenden Hinweis gegeben. Daraufhin wurde bei der Kriminalpolizei Aschaffenburg eine Ermittlungskommission gegründet.

Riskante Darlehen als risikolose Anlagemöglichkeiten angepriesen

Die Männer im Alter von 37 bis 66 Jahren sollen für eine ihrer nicht mehr zahlungsfähigen Firmen unverzinsliche Darlehen besorgt haben. Dabei sollen sie bei den Interessenten mit dem Eindruck geworben haben, es handele sich um nahezu risikolose Anlagemöglichkeiten. Gleichzeitig soll nach den Ermittlungen gegenüber den Anlegern der Eindruck erweckt worden sein, dass das Geld ausdrücklich nicht für Geschäfte benötigt sondern auf ein Treuhandkonto gepackt werde. Und die Anleger bekamen zudem offenbar noch vorgespiegelt, sie würden mit dem Geld ein Engagement der Beschuldigten in Entwicklungshilfeprojekten unterstützen. Tatsächlich sollen die Gelder dann von den Beschuldigten für private und geschäftliche Zwecke verbraucht worden sein.

Eine Spur führt zum WHV

Der Kriminalpolizei war es gelungen, vier mutmaßliche Anlagebetrüger zu ermitteln. Am Mittwoch wurden Wohnungen durchsucht. Eine Spur führt zum WHV, dem Handballzweit-Ligisten in Wilhelmshaven. Der Geschäftsführer dort sitzt seit gestern in U-Haft, es könnte sich also um einen der vier Beschuldigten handeln. Und dem WHV droht nun offenbar die Insolvenz.

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