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Einem Angeklagten der "Froschbande" genannten Einbrecherbande werden die Handschellen abgenommen.
© BR/Birgit Grundner

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Birgit Grundner
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Einem Angeklagten der "Froschbande" genannten Einbrecherbande werden die Handschellen abgenommen.

Angeklagt sind acht – größtenteils miteinander verwandte – Männer aus Rumänien. Die Serieneinbrecher sollen ein Meilinger Ehepaar in deren eigenem Haus schwer misshandelt und bestohlen haben, eines der Opfer starb wenige Stunden später.

Staatsanwältin plädiert auf besondere Schwere der Schuld

Es war nicht zu erkennen, was in den Männern vorging, als die Staatsanwältin ihre Forderungen vortrug: lebenslange Haft wegen Mordes, besonders schweren Raubes und Freiheitsberaubung – und außerdem solle die besondere Schwere der Schuld festgestellt werden. Ein Antrag auf Haftentlassung nach 15 Jahren wäre dann nicht möglich.

51 "Gewalteinwirkungen" beim Mann, 47 bei der Frau

Heimtückisch und grausam seien sie vorgegangen, den Tod ihrer Opfer hätten sie dabei in Kauf genommen, sagte die Staatsanwältin. Bei dem 72-jährigen Hauseigentümer wurden später 51 "Gewalteinwirkungen" festgestellt, bei seiner Frau waren es 47.

Frau liegt zwei Tage neben ihrem toten Mann

Beide wurden dann in eine nicht einmal einen Quadratmeter große Abstellkammer gesperrt. Der Mann ist dort gestorben. Seine Frau lag zwei Tage neben der Leiche, bevor sie gerettet wurde. Die Söhne des Paares sind in dem Prozess Nebenkläger – auch ihre Anwältin forderte lebenslang.

Plädoyers der Verteidiger in zwei Wochen

Einer der Verteidiger plädierte dagegen für eine zeitlich begrenzte Strafe für seinen Mandanten, der an den Misshandlungen selbst nicht beteiligt gewesen sei. Die Plädoyers für die anderen sieben Angeklagten werden erst in zwei Wochen gehalten. Das Urteil soll am 10. Dezember verkündet werden.

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Birgit Grundner

Sendung

Regionalnachrichten aus Oberbayern vom 26.11.2018 - 13:30 Uhr