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Tödliche Gewalttat in Augsburg: Anklage gegen drei junge Männer | BR24

© pa/dpa

Trauer in Augsburg

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    Tödliche Gewalttat in Augsburg: Anklage gegen drei junge Männer

    Nach dem tödlichen Schlag gegen einen Familienvater in Augsburg am Nikolaustag 2019 hat die Staatsanwaltschaft drei Heranwachsende angeklagt. Dem mutmaßlichen Haupttäter wird Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.

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    Nach der Gewalttat am Augsburger Königsplatz, bei der ein Mann ums Leben gekommen war, wird nun Anklage gegen drei beteiligte junge Männer erhoben. Ihnen wird gefährliche Körperverletzung vorgeworfen. Dem mutmaßlichen 17-jährigen Haupttäter, der den tödlichen Schlag gegen das Opfer geführt haben soll, wird zudem Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen. Das Verfahren gegen vier weitere Verdächtige wird eingestellt. Das teilte die Staatsanwaltschaft Augsburg mit.

    Todesfolge durch gezielten und wuchtigen Faustschlag

    Am 06.12.2019 waren die sieben jungen Männer zusammen in der Innenstadt unterwegs. Der 17-jährige Hauptverdächtige soll dann am Königsplatz dem 49-jährigen späteren Opfer nach einem Wortwechsel mit einem Freund aus der Gruppe, der in einer Schubserei endete, unvermittelt einen so gezielten und wuchtigen Faustschlag versetzt zu haben, dass dieser an Ort und Stelle an einer massiven Einblutung ins Gehirn verstarb, so die Staatsanwaltschaft. Allen drei Angeschuldigten (jetzt 17, 18 und 20 Jahre alt) wird vorgeworfen, nach einer unmittelbar nach diesem Geschehen folgenden Schubserei mit dem 50-jährigen Begleiter des Getöteten, diesen derart geschlagen und getreten zu haben, dass dieser unter anderem einen Jochbeinbruch erlitt.

    17-Jähriger weiterhin in Untersuchungshaft

    Für Jugendliche und Heranwachsende (soweit sie nicht einem Erwachsenen gleichzustellen sind) ermöglicht das Jugendgerichtsgesetz Erziehungsmaßregeln, die Verhängung von Zuchtmitteln (z.B. Jugendarrest) oder die Verhängung von Jugendstrafe von sechs Monaten bis zu fünf Jahren, bei Körperverletzung mit Todesfolge bis zu 10 Jahren. Der 17-jährige Hauptverdächtige befindet sich weiterhin in Untersuchungshaft. Die Haftbefehle gegen die weiteren Gruppenmitglieder wurden bereits im März 2020 aufgehoben. Das Landgericht hat jetzt über die Eröffnung des Hauptverfahrens zu entscheiden.

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