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Anklage gegen Polizeischüler nach tödlichem Schuss auf Kollegen | BR24

© Irina Hanft/BR-Mainfranken

Nach dem tödlichen Schuss eines Polizeischülers auf einen anderen ist nun der Schütze wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er hatte im Februar in der Unterkunft der Bereitschaftspolizei in Würzburg mit seiner Dienstwaffe seinen Mitschüler getroffen.

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Anklage gegen Polizeischüler nach tödlichem Schuss auf Kollegen

Nach dem tödlichen Schuss eines Polizeischülers auf einen anderen ist nun der Schütze wegen fahrlässiger Tötung angeklagt. Er hatte im Februar in der Unterkunft der Bereitschaftspolizei in Würzburg mit seiner Dienstwaffe seinen Mitschüler getroffen.

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Der Würzburger Oberstaatsanwalt Boris Raufeisen äußerte sich zu der Sache wie folgt: "Die Anklage legt dem Beschuldigten zur Last, am 28.02.2019 fahrlässig die tödliche Verletzung eines damals zwei Jahre älteren Kollegen verursacht zu haben." Das tödliche Geschehen sei als Folge eines mehrfachen persönlichen Versagens des Beschuldigten zu bewerten. Das Amtsgericht Würzburg muss nun prüfen, ob die Anklage zur Verhandlung zugelassen wird. Sollte es keine Einwände geben, muss sich der zur Tatzeit 19-Jährige vor dem Jugendschöffengericht des Würzburger Amtsgerichts verantworten.

Dienstwaffe soll nicht richtig entladen gewesen sein

Der angeklagte Polizeischüler hatte in der Unterkunft der Bereitschaftspolizei in Würzburg mit seiner Dienstwaffe den Mitschüler getroffen. Der schwerverletzte junge Polizeibeamte war vom Notarzt noch in eine Klinik gebracht worden, wo er kurz darauf starb. Die Schussabgabe sei nach ersten Ermittlungen unbeabsichtigt gewesen, hieß es damals. Die Waffe sei nicht richtig entladen gewesen.