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Justizpalast Bayreuth

Im Fall Sophia hat die Staatsanwaltschaft Bayreuth Anklage wegen Mordes gegen einen marokkanischen Lkw-Fahrer erhoben. Sie wirft ihm vor, die 28-jährige Studentin aus Amberg nach dem 14. Juni 2018 in seine Gewalt gebracht und getötet zu haben, um andere Straftaten zu verdecken. Das geht aus einer Presseerklärung hervor.

Lkw-Fahrer bestreitet Mordvorsatz

Der Beschuldigte bestreitet, dass es so abgelaufen sei. Er behauptet, Sophia bei einer Auseinandersetzung getötet zu haben. Das Landgericht Bayreuth entscheidet nun, ob die Anklage zugelassen wird. Ein Termin für die Hauptverhandlung steht noch nicht fest.

Leiche von Sophia in Spanien gefunden

Sophia L. wollte am 14. Juni 2018 per Anhalter von Leipzig Richtung Nürnberg fahren – und von dort weiter in ihre Heimat in der Oberpfalz. An einer Tankstelle in Schkeuditz war sie in den Lkw des Beschuldigten gestiegen. Danach verlor sich ihre Spur. Eine Woche später war ihre verbrannte Leiche im Norden von Spanien gefunden worden. Der Lkw-Fahrer war dort festgenommen und nach den Ermittlungen in Spanien nach Deutschland überführt worden.

Opfer eines Sexualmordes?

Die Ermittler gehen davon aus, dass die junge Frau an einem Rastplatz in Oberfranken getötet worden war. Spanische Medien hatten berichtet, dass sie einem Sexualmord zum Opfer gefallen sein könnte. Bayreuths Oberstaatsanwalt Herbert Potzel wollte sich dazu derzeit nicht äußern. "Das wird die Hauptverhandlung zeigen", sagte er im Gespräch mit dem Bayerischen Rundfunk.