| BR24

 
 

Bild

Ein Jäger-Hochsitz am Waldrand
© picture alliance/imageBROKER
© picture alliance/imageBROKER

Ein Jäger-Hochsitz am Waldrand

Nach dem tödlichen Jagdunfall bei Nittenau im Landkreis Schwandorf im August 2018 erhebt die Staatsanwaltschaft vor dem Landgericht Amberg Anklage gegen den Jagdleiter. Das bestätigt der leitende Oberstaatsanwalt dem BR.

Vorwurf: Fahrlässige Tötung

Der 46 Jahre alte Mann soll sich vor dem Landgericht Amberg verantworten. In der Anklage wird ihm fahrlässige Tötung vorgeworfen. Der Schuss, der den Beifahrer eines zufällig vorbeifahrenden Autos auf der B16 getroffen hatte, soll aus seiner Waffe gekommen sein.

Der 47-jährige Beifahrer aus Regensburg kam ums Leben. Die Waffen der beteiligten Jäger wurden eingesammelt und beim LKA kriminaltechnisch untersucht. Wie sich bei den Ermittlungen herausstellte, wurde der Mann von einer Kugel aus einem Jagdgewehr getroffen. In der Gegend fand zu dem Zeitpunkt eine Drückjagd statt. Die tödliche Kugel war offenbar kein Querschläger. Dem ballistischen Gutachten zufolge könnte sie aber ein Tier oder Vegetation durchschlagen haben.

Die Anklage muss nun zugestellt werden, das Landgericht Amberg wird dann entscheiden, ob es das Hauptverfahren eröffnet und ob es zum Prozess kommt. Der 47 Jahre alte Regensburger, der im Auto getroffen wurde, starb noch an der Unfallstelle.