Zurück zur Startseite
Bayern
Zurück zur Startseite
Bayern

Anklage fordert im Raubprozess sieben Jahre Haft für Soldaten | BR24

© Anke Gundelach/BR-Mainfranken

Im Prozess um einen Raubüberfall in einem Getränkemarkt in Marktheidenfeld hat die Staatsanwaltschaft für einen Soldaten eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren gefordert. Sein mutmaßlicher Komplize soll für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Per Mail sharen
Teilen
  • Artikel mit Audio-Inhalten

Anklage fordert im Raubprozess sieben Jahre Haft für Soldaten

Im Prozess um einen Raubüberfall in einem Getränkemarkt in Marktheidenfeld hat die Staatsanwaltschaft für einen Soldaten eine Freiheitsstrafe von sieben Jahren gefordert. Sein mutmaßlicher Komplize soll für dreieinhalb Jahre ins Gefängnis.

Per Mail sharen
Teilen

Der Verteidiger des 20-jährigen Soldaten hielt eine Freiheitsstrafe von fünf Jahren für angemessen. Außerdem sollte sein Mandant wegen seiner Anabolikasucht eine Therapie absolvieren, die auf die Haftstrafe entsprechend angerechnet würde.

Richter prüft, ob Soldatn nach Jugendstrafrecht verurteilt werden kann

Die Urteilsverkündung verschob das Landgericht Würzburg auf unbestimmte Zeit. Es müsse erst noch geklärt werden, ob der Soldat nach Jugend- oder Erwachsenenstrafrecht verurteilt werde, erläuterte das Gericht. Um Hinweise auf ein mögliches "Reifedefizit" des Angeklagten zu erhalten, will die Kammer die Personalakte des Soldaten von der Bundeswehr anfordern.

Angeklagte sollen Mitarbeiter des Getränkemarkts überfallen und bedroht haben

Nach Erkenntnissen der Staatsanwaltschaft hatten die beiden Männer im Herbst einen Mitarbeiter des Getränkemarktes in Marktheidenfeld nach Geschäftsschluss mit einer Pistole und einem Messer zurück ins Geschäft gedrängt und ihn aufgefordert, einen Tresor zu öffnen. Anschließend sollen sie ihn unter der Drohung, ihn anzuzünden, mit Wodka übergossen haben. Zum Vernichten von Spuren legten die Männer zwei Brände. Laut Anklage erbeuteten sie knapp 10.000 Euro und richteten einen Sachschaden von 120.000 Euro an. Der geständige Soldat hatte die Tat damit begründet, er habe Geld für den Kauf von Anabolika und andere Muskelwachstumspräparate gebraucht.