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Ankerzentrum Geldersheim: Polizei muss erneut eingreifen | BR24

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Nach einer zunächst friedlichen Spontan-Demonstration in der Ankereinrichtung Geldersheim gegen Corona-Auflagen, musste die Polizei mit einem Großaufgebot anrücken. Es kam zu Ausschreitungen gegen Beamte und Bewohner.

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Ankerzentrum Geldersheim: Polizei muss erneut eingreifen

Nach einer zunächst friedlichen Spontan-Demonstration in der Ankereinrichtung Geldersheim gegen Corona-Auflagen musste die Polizei am Nachmittag mit einem Großaufgebot anrücken, nachdem es zu Ausschreitungen gegen Beamte und Bewohner gekommen war.

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In der Ankereinrichtung in Geldersheim musste die Polizei am Montag gleich zweimal mit einem Großaufgebot an Beamten anrücken. Nach den friedlichen Protesten am Vormittag eskalierte die Situation dann am Nachmittag. Insgesamt 16 Bewohner mussten in Gewahrsam genommen werden, ein Polizist wurde verletzt. Zur Beruhigung der Lage werden Einsatzkräfte über Nacht vor Ort präsent sein.

Protest gegen die Quarantänemaßnahmen in der Ankereinrichtung

Am Montagmorgen hatten in der Ankereinrichtung rund 60 Bewohner demonstriert, die unzufrieden mit den amtlich angeordneten Quarantänemaßnahmen sind: Seit März steht das Ankerzentrum unter Quarantäne. Elf Personen befinden sind aktuell in engerer Quarantäne, räumlich von den anderen Bewohnern isoliert. Lediglich genesene Personen dürfen derzeit die Einrichtung verlassen. Für alle anderen gilt die Quarantäne.

Bislang sind 137 der knapp 600 Bewohner positiv auf Covid-19 getestet worden. Die Regierung von Unterfranken will die Quarantäne erst dann aufheben, wenn es in einem Zeitraum von 14 Tagen keine neuen Infektionen gibt. Das sei Vorgabe des Gesundheitsamtes, sagt Johannes Hardenacke, Sprecher der Regierung von Unterfranken.

Sitzblockade behindert Zufahrtswege und Personalwechsel

Da die Gruppe zwischenzeitlich das Zufahrtstor mit einer Sitzblockade sperrte und sowohl die Essensanlieferung als auch den Wechsel der Angestellten der Einrichtung störte, wurde die Polizei alarmiert. Mit Unterstützung der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt sowie Würzburg und Kräften der Bereitschaftspolizei Würzburg hatten die Streifen die Situation gemeinsam mit der Regierung von Unterfranken innerhalb einiger Stunden kommunikativ auflösen können.

Etwa 15 Demonstranten wurden durch Polizeibeamte von der ursprünglichen Blockade beiseite geführt, um die Zufahrtswege der Einrichtung frei zu machen.

Polizei musste am Nachmittag nochmals anrücken

Nachdem die Polizei die Streifen wieder abgezogen hatte, sammelte sich am Nachmittag ab 15.00 Uhr erneut eine Gruppe Protestierender und fiel durch provozierende Aktionen gegen Angestellte der Einrichtung auf. Letztendlich boykottierten die Männer absichtlich die Essensausgabe und entrissen unbeteiligten Bewohnern deren Essenspakete.

Die sofort vom Sicherheitsdienst alarmierten Streifen der Schweinfurter Polizei und der Operativen Ergänzungsdienste Schweinfurt wurden bei ihrem Eintreffen vor Ort sofort von rund 30 Personen massiv angegangen. Ein Beamter der Schweinfurter Polizei wurde durch einen Biss in den Oberschenkel leicht verletzt, außerdem bewarf die Gruppe die Einsatzkräfte mit Gegenständen. Kurzzeitig mussten Pfefferspray und Schlagstöcke eingesetzt werden, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Dabei wurden keine Personen verletzt.

Verstärkung kam aus Nürnberg und per Helikopter

Mit Verstärkung weiterer Kräfte der Bereitschaftspolizei aus Nürnberg nahmen die Beamten 16 Unbelehrbare in Gewahrsam. Auf Anordnung des Jour-Richters verbleiben die Männer bis zum nächsten Morgen in Unterbindungsgewahrsam. Auch zwei Hubschrauber der Polizei waren zur Beobachtung der Lage aus der Luft im Einsatz.

Gegen 19 Uhr war die Lage beruhigt. Verschiedene Videoaufzeichnungen werden zur Stunde gesichtet und entsprechende Ermittlungsverfahren gegen erkannte Straftäter eingeleitet. Unter anderem wegen Nötigung, gefährlicher Körperverletzung sowie weiterer Delikte, die noch näher geprüft werden müssen. Die Schweinfurter Polizei wird die Nacht über mit ausreichend Kräften vor Ort bleiben, um die Lage zu beobachten und für Ruhe und Sicherheit in der Ankereinrichtung zu sorgen.

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