BR24 Logo
BR24 Logo
Startseite

NEU

Ankerzentrum Geldersheim: Bewohner an Corona-Infektion gestorben | BR24

© BR-Mainfranken

Das Ankerzentrum in Geldersheim

Per Mail sharen

    Ankerzentrum Geldersheim: Bewohner an Corona-Infektion gestorben

    Am gestrigen Montag ist ein Flüchtling aus dem unterfränkischen Ankerzentrum in Geldersheim an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Laut Regierung von Unterfranken handelt es sich um einen 60-jährigen Armenier mit schweren Vorerkrankungen.

    Per Mail sharen
    • Corona-Pandemie: Aktuelle Infromationen zur Lage in Unterfranken finden Sie hier.

    Ein Flüchtling aus dem unterfränkischen Ankerzentrum in Geldersheim (Lkr. Schweinfurt) starb am Montag (20.04.20) an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Nach Angaben der Regierung von Unterfranken handelt es sich um einen 60-Jährigen Mann aus Armenien, der schwere Vorerkrankungen hatte.

    Bereits im März wurde der Armenier in der Flüchtlingseinrichtung in einem speziellen Gebäude für corona-anfällige Personen und in einem Doppelzimmer untergebracht, dann aber mit mittelschweren Symptomen in das Krankenhaus nach Schweinfurt verlegt. Weil sich sein Zustand weiter verschlechterte, wurde er in die Thoraxklinik nach Münnerstadt (Lkr. Bad Kissingen) verlegt. Dort ist er am Montagabend gestorben. Der Mann ist der erste Flüchtling in Unterfranken, der nach einer Coronavirus-Infektion gestorben ist.

    89 Corona-Fälle unter den Bewohnern

    Der Zimmer-Mitbewohner des 60-Jährigen ist bislang nicht positiv auf das Coronavirus getestet. Bei 89 Bewohnern wurde der Erreger nachgewiesen. 46 Personen sind in Quarantäne, 43 konnten bereits gesund aus der Isolation entlassen werden. Auch zwei Beschäftigte der Verwaltung und 14 Beschäftigte des Sicherheitsdienstes wurden positiv auf Corona getestet. Insgesamt sieben Mitarbeiter sind in häuslicher Quarantäne. Mit Ausnahme des Todesfalls verlaufen die Infektionen im Ankerzentrum laut Regierung bisher allesamt mit leichten Symptomen oder komplett symptomfrei.

    Quarantäne wird aufrecht gehalten

    Die gesamte Einrichtung steht weiterhin unter Quarantäne. Derzeit leben dort etwa 600 Asylbewerber. Es werden keine neuen Flüchtlinge aufgenommen und Bewohner werden nicht verlegt. Die medizinische Versorgung und die Versorgung mit Lebensmitteln sind gesichert.

    "Darüber spricht Bayern": Der neue BR24-Newsletter informiert Sie immer montags bis freitags zum Feierabend über das Wichtigste vom Tag auf einen Blick – kompakt und direkt in Ihrem privaten Postfach. Hier geht’s zur Anmeldung!