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Die Airbus-Tochter Premium Aerotec

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    Angst vor Zerschlagung: Wie geht es weiter bei Premium Aerotec?

    Umstrukturierungspläne beunruhigen die Belegschaft von Premium Aerotec. Heute wird sie informiert. Dieses Jahr seien betriebsbedingte Kündigungen am Standort Augsburg noch ausgeschlossen. Ab 2022 könnte das anders aussehen.

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    Von
    • Barbara Leinfelder

    Bei Premium Aerotec in Augsburg informieren Betriebsrat und die Gewerkschaft IG Metall die Belegschaft über die aktuellen Umstrukturierungspläne der Konzernführung. Konzernmutter Airbus will die Tochterfirma Premium Aerotec (PAG) auflösen und zum Teil ins Gesamtunternehmen eingliedern und zum Teil in ein eigenes Unternehmen überführen.

    Die IG Metall sieht darin eine drohende Zerschlagung – man sei schockiert von der Ankündigung und werde das nicht hinnehmen, so Michael Leppek von der Gewerkschaft: "Der Plan von Airbus ist für uns ganz klar ein Schlag ins Gesicht, und zwar auch für den bayerischen Flugzeugbau, denn es bedeutet nichts anderes als eine Zerschlagung, es bedeutet, dass Steuergelder, Forschungsgelder, die hier reingeflossen sind, eventuell im Ausland landen, und das können wir nicht zulassen."

    Schock bei den Mitarbeitern

    Viele Mitarbeiter seien schockiert von der Nachricht, so Betriebsratschef Sebastian Kunzendorf zum BR. Und das sei verständlich, denn "alles, was nicht vor Kurzem als Kerngeschäft gegolten hat, soll jetzt plötzlich ausgegliedert oder verkauft werden", das mache mehr als deutlich, "dass da ein großes Bedrohungsszenario vorliegt", sagt Kunzendorf.

    Kein Stellenabbau in diesem Jahr

    Airbus selbst spricht davon, dass es aktuell keine Stellenabbaupläne gebe. Das stimme, so die IG Metall. Derzeit, in diesem Jahr, seien betriebsbedingte Kündigungen am Standort Augsburg noch ausgeschlossen. Ab 2022 aber laufe diese Vereinbarung aus. Die Gewerkschaft habe daher "ernsthaft die Sorge, dass ein Verkauf von Teilen der PAG wegen fehlender Auslastung mittelfristig zu Arbeitsplatzabbau führt".

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