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Am Vormittag hat ein Jäger den aggressiven Rehbock erschossen.
© picture alliance / Carsten Rehder/dpa
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Am Vormittag hat ein Jäger den aggressiven Rehbock erschossen.

Der aggressive Rehbock, der am Montag laut Polizei insgesamt fünf Menschen angegriffen und verletzt hatte, wurde erlegt. Das teilt die Polizei heute mit. Am Vormittag wurde der Rehbock im Gemeindegebiet Konzell gesichtet und auf Anordnung der Polizei von einem Jäger erschossen.

Der Abschuss wäre nötig gewesen, so ein Polizeisprecher auf Anfrage des Bayerischen Rundfunks:

"Das haben wir machen müssen, der Bock war zu gefährlich. Was, wenn da ein kleines Kind spazieren gewesen wäre? Der Bock war richtig aggressiv." Polizeisprecher Bogen

Aggressiver Bock griff Menschen an und verletzte sie

Der Rehbock hatte die Menschen unvermittelt auf einem Spazierweg angegriffen. Er ging mit seinen Hörnern jeweils auf ihre Beine los und stach zu. Alle Spaziergänger hatten Risswunden an den Oberschenkeln und begaben sich in ärztliche Behandlung. Eine Frau packte den Rehbock bei seinen Hörnern und zog ihn mit sich nach Hause, sperrte die Haustür auf, schlüpfte ins Haus und schlug die Tür so. So konnte sie sich vor dem wilden Bock retten, wie ein Polizist erzählte.

Ausgewilderter Rehbock, der "Einstandskämpfe" vollzog?

Ein Jäger, der sich gestern Abend bei der Polizei wegen eines Angriffs auf eine Person meldete, vermutet, dass der Rehbock in einem Gehege aufgewachsen sei und ausgewildert wurde: Denn normalerweise reiben Böcke ihre Geweihe an Bäumen und nicht an Menschen - das sind sogenannte "Einstandskämpfe" in der Jägersprache.

Ab 1. Mai heißt es für Jäger wieder: Bockjagd. Bis Oktober dürfen dann Rehböcke geschossen werden.