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Als Verursacher der beiden Angriffe auf Wildtiergehege im Landkreis Bayreuth wurden drei Wölfe aus dem Veldensteiner Forst identifiziert.

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Angriffe auf Wildgehege: Wölfe kamen aus dem Veldensteiner Forst

Die Angriffe auf zwei Wildgehege bei Betzenstein im Landkreis Bayreuth lassen sich auf Wölfe aus dem Rudel im Veldensteiner Forst zurückführen. Das haben die Analysen von Genproben ergeben. Beteiligt waren insgesamt drei Tiere.

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  • BR24 Redaktion

Für die Besitzer muss der Anblick grauenhaft gewesen sein. Ihre Wildtiere lagen tot im Gehege, blutverschmiert und mit tiefen Bisswunden. Fünf bzw. vier Wochen ist das jetzt her. Schnell war der Verdacht auf den Wolf gefallen, was das Bayerische Landesamt für Umweltschutz vor wenigen Tagen bestätigt hat. Jetzt liegen weitere Untersuchungsergebnisse zu den beiden Wolfsattacken bei Betzenstein im Landkreis Bayreuth vor.

Genanalysen bestätigen Herkunft der Wölfe

Die Analysen von Genproben geben nun zusätzlich Aufschluss über die Anzahl und die Herkunft der Tiere. Verursacher sind drei Wölfe aus dem Veldensteiner Forst, teilte des Bayerische Landesamt für Umwelt heute (01.04.) mit. Der Angriff am 27. Februar wurde demnach von einem männlichen Tier aus dem Rudel begangen. Der Vorfall am 3. März lässt sich auf denselben Wolf sowie zwei weitere weibliche Wölfe zurückführen. Das Wolfsrudel hatte sich vor etwa drei Jahren im Veldensteiner Forst angesiedelt.

Debatte um Ansiedelung des Wolfes in Bayern

In den beiden Gehegen im nahen Betzenstein waren drei Rothirsche, vier Wildschafe und 18 Damhirsche gerissen worden. Die Angriffe hatten eine erneute Debatte um die Ansiedlung des Wolfs in Bayern entfacht. Im Freistaat gibt es gegenwärtig acht Regionen, in denen Wolfsrudel leben. Wölfe galten lange als ausgerottet und gehören deshalb zu den streng geschützten Tierarten. Forderungen nach einem erleichterten Abschuss von Wölfen stoßen bei Naturschützern deshalb auf Kritik.

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Dass die Angriffe in Betzenstein auf den Wolf zurückzuführen sind, hatte das Landesamt für Umweltschutz bereits am 25. März bestätigt. Anschließend sollte zusätzlich geklärt werden, wie viele Tiere beteiligt waren und woher sie kamen.

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