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Angriffe auf Frauen: Täter von Nürnberg weiter auf der Flucht | BR24

© pa/dpa/Daniel Karmann

Ein Stück Polizei-Absperrband hängt an einem Tatort im Nürnberger Stadtteil St. Johannis.

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Angriffe auf Frauen: Täter von Nürnberg weiter auf der Flucht

In Nürnberg geht die Suche nach dem Angreifer weiter, der am Donnerstagabend drei Frauen niedergestochen hat. Die Polizei war auch in der vergangenen Nacht mit einem Großaufgebot in der Stadt unterwegs. Es wurden mehrere Personen überprüft.

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In Nürnberg herrscht weiter Angst. Der Mann, der im Stadtteil St. Johannis auf offener Straße auf drei Frauen eingestochen hat, ist weiter auf der Flucht. "Das Stadtgebiet wird von uns überwacht", sagte ein Polizeisprecher am Samstag. Zahlreiche Beamte seien im Einsatz.

Zudem würden die eingehenden Hinweise überprüft. Ob es bereits konkrete Hinweise auf den Täter gibt, wollte der Sprecher zunächst nicht sagen.

Laut Polizeipräsident Roman Fertinger sind "einige Personen im Fokus". Ein Verdächtiger entkam den Ermittlern. Er bemerkte einen Streifenwagen und floh. Ob es sich um den Täter handelte, ist unklar.

Polizei geht von Einzeltäter aus

Die drei Fußgängerinnen waren am Donnerstagabend in einem Zeitraum von etwa drei Stunden niedergestochen worden, als sie alleine auf dem Nachhauseweg waren. Die Polizei geht davon aus, dass sie alle von ein und demselben Täter angegriffen wurden.

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Weitere Information zur Verweildauer

© BR Rundschau

Mit einer Sonderkommission und verstärkten Streifen sucht die Polizei nach dem Mann, der in der vergangenen Nacht drei Frauen verletzt hatte.

Eine Verbindung zwischen Täter und Opfern gibt es nach ersten Erkenntnissen der Polizei nicht. Der Mann habe sie wohl völlig zufällig ausgewählt und vor den Taten auch nicht angesprochen. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund haben die Beamten bisher nicht.

Ermittlungen wegen versuchten Mordes

Die Angriffe erfolgten unvermittelt, was für die rechtliche Bewertung bedeutend ist. "Wir ermitteln in allen drei Fällen wegen versuchten Mordes", erklärte Antje Gabriels-Gorsolke, Pressesprecherin der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth.

Zwei der Frauen schwebten zunächst in Lebensgefahr. Sie konnten noch nicht vernommen werden. Nur das erste Opfer machte Angaben zum Täter. Sie beschrieb ihn als 25- bis 30-Jährigen. Der Mann soll ca. 1,80 Meter groß sein, eine normale Statur haben, blonde bis dunkelblonde Haare und helle Haut haben.

War es ein Messer?

Die Fahndung läuft weiter auf Hochtouren. 40 Ermittler bilden die Sonderkommission "Johannis". Die Polizei ist mit allen verfügbaren Kräften in Nürnberg unterwegs, um den Täter zu finden. Noch ist das nicht gelungen. Auch die Tatwaffe ist noch nicht gefunden worden. Die Polizei gab nicht bekannt, ob es sich dabei um ein Messer oder eine andere Stichwaffe handelte.

Die Bevölkerung ist aufgerufen, mögliche Hinweise unter der Hotline 0911/2112-3333 zu melden. Bei verdächtigen Wahrnehmungen soll man den Notruf 110 wählen.