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Nürnberg: Polizisten vor Disco mit Steinen beworfen | BR24

© dpa

Polizeibeamter (Archivbild)

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    Nürnberg: Polizisten vor Disco mit Steinen beworfen

    Drei Beamte verletzt, zwei von ihnen am Kopf: Das bisherige Wochenendfazit der Polizei in Mittelfranken fällt ernüchternd aus. Unabhängig davon fordern die Grünen in Bayern, Polizisten und andere Einsatzkräfte besser gegen Angriffe zu schützen.

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    Wie die Polizei in Mittelfranken heute bekanntgab, ereigneten sich beide Vorfälle in der Nacht von Freitag auf Samstag - der eine im Nürnberger Nordosten vor einer Discothek, der andere südlich von Nürnberg an der S-Bahnhaltestelle Schwabach-Limbach.

    Platzwunde nach Steinwurf

    Vor allem der "Disco-Einsatz" barg von Anfang an Gefahrenpotenzial. Gegen Mitternacht lieferten sich rund 60 Personen vor einer Disco in der Klingenhofstraße eine Auseinandersetzung. Die Polizei kam mit mehreren Streifenwagen hinzu; die Beamten versuchten die Gemüter zu beruhigen und konnten eine Eskalation der Lage auch verhindern.

    Der Preis dafür war jedoch recht hoch. Im Bereich der Martinstraße wurde mehrere Polizisten von Unbekannten mit Steinen beworfen. Ein Beamter wurde von hinten am Kopf getroffen und erlitt eine Platzwunde. Er ist bis jetzt nicht wieder dienstfähig. Die genauen Hintergründe sind noch unklar. Offen ist auch, wieso so viele Personen in die Auseinandersetzung vor der Disco verwickelt waren und weshalb die Polizisten attackiert wurden. Die Identitäten der Angreifer sind nach Auskunft eines Polizeisprechers ebenfalls noch nicht geklärt.

    Zwei weitere Verletzte in Schwach-Limbach

    Gleich zwei Beamte verletzt wurden bei dem anderen Einsatz einige Kilometer weiter südlich, in der Stadt Schwabach. Am späten Freitagabend erhielt die Einsatzzentrale Mittelfranken die Mitteilung, dass in einer S-Bahn vier Jugendliche arabischen Aussehens randalieren. Ein Streifenwagen der Schwabacher Inspektion machte sich auf den Weg und unterzog die alkoholisierten Jugendlichen an der S-Bahnhaltestelle Schwabach-Limbach einer Kontrolle. Die gestaltete sich schwierig. Die 16- bis 18-Jährigen, die in einer Gemeinschaftsunterkunft wohnen, wurden laut Polizei aggressiv. Sie weigerten sich, ihre Ausweise zu zeigen.

    Mehr noch: Zwei griffen einen Beamten an und versetzten ihm einen Kopfstoß beziehungsweise schlugen ihn mit den Fäusten gegen seinen Kopf. Dessen Kollegin stürzte im Handgemenge zu Boden, und prellte sich Rücken und Steißbein. Beide Beamte mussten ihren Dienst vorzeitig beenden. Erst mit Hilfe weiterer Kollegen brachte die Polizei die Situation unter Kontrolle und nahm die Jugendlichen fest.

    Grünen fordert Signal gegen Gewaltbereitschaft

    "Das war schon viel für ein Wochenende", bilanzierte ein Sprecher der Polizei in Mittelfranken im Gespräch mit BR24 die Ereignisse. Die bayerischen Grünen sehen - wie viele andere - generell einen negativen Trend hin zu einer höheren Gewaltbereitschaft gegenüber Polizisten. Sie fordern, dass Einsatzkräfte im Freistaat besser geschützt werden. In einer Anfrage an die Staatsregierung verlangt die Grünen-Landtagsfraktion ein deutliches Signal, dass Gewalt gegen Polizisten, Rettungskräfte und Feuerwehrleute nicht toleriert wird.