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Zersplitterte Windschutzscheibe
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Achim Winkelmann
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Zersplitterte Windschutzscheibe

Es ist Sonntagabend (02.12.18) um kurz vor 11.00 Uhr auf der Bundesstraße 26 zwischen Karlstadt und Gambach (Lkr. Main-Spessart). Rettungssanitäterin Margarete Senft hat mit ihrem Rettungswagen gerade einen Patienten zu Hause abgeholt und ist auf dem Weg ins Krankenhaus. Es ist dunkel und es regnet, die Sicht ist schlecht. Margarete Senft nimmt einen Mann am Straßenrand wahr. Kurz darauf tut es einen Schlag, ihr kommen Splitter der Autoscheibe entgegen.

"Ich habe dann nur noch geschrien und zu meinem Kollegen gerufen: Auf uns wurde geschossen, rufe die Polizei!" Rettungssanitäterin Margarete Senft

Steinwurf bei Karlstadt: fünf weitere Autos betroffen

Das Sicherheitsglas splittert, als der große Gegenstand mittig aufprallt, aber es hält. Die Geschichte geht jedoch noch weiter. Denn der Unbekannte bewirft nicht nur fünf weitere Autos mit Steinen, auch die alarmierte Polizei, die sich ohne Blaulicht nähert, wird mit einem Stein beworfen. Dann flüchtet der Unbekannte über die angrenzenden Weinberge. Der Verdächtige junge Mann trägt eine Sturmhaube und muss nach Einschätzung der Polizei über Ortskenntnis verfügen. Wie durch ein Wunder wird niemand verletzt.

Polizei hofft auf Hinweise aus der Bevölkerung

Der Vorfall erinnert an ähnliche Fälle, zum Beispiel in Retzbach im Landkreis Main-Spessart. Dort hatten 2012 mehrere Jugendliche Kürbisse und einen großen Betonbrocken auf die Bundesstraße geworfen. Ein 19-Jähriger wurde zu einer Jugendstrafe von zwei Jahren und acht Monaten verurteilt. Er hatte ausgesagt, dass er in seiner Clique nicht als Feigling dastehen wollte. Warum der Täter im aktuellen Fall Gegenstände warf, das können auch die Ermittler nur mutmaßen. Die Polizei bittet um Hinweise zum Täter. Besonders weitere geschädigte Autofahrer sollen sich melden.

Durch Steinwurf beschädigter Rettungswagen

Durch Steinwurf beschädigter Rettungswagen