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Schrebergarten-Nachbar erstochen: Angeklagter gesteht | BR24

© picture alliance / ROPI

Angeklagter gesteht Tötung von Schrebergartennachbarn (Symbolbild)

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    Schrebergarten-Nachbar erstochen: Angeklagter gesteht

    Bei einem Prozess vor dem Ingolstädter Landgericht gestand ein Kleingartenbesitzer die Tötung seines Parzellennachbarn in einer Gartenanlage in Gaimersheim. Auslöser war ein Streit um die angeblich untreue damalige Ehefrau des Angeklagten.

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    Ein 42 Jahre alter Kleingärtner hat zu Prozessbeginn die Tötung seines Parzellennachbarn zugegeben. Vor dem Ingolstädter Landgericht räumte der Angeklagte am Dienstag ein, mehrfach auf das 36 Jahre alte Opfer eingestochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft wertet die Tat als heimtückischen Mord, weshalb dem 42-Jährigen eine Verurteilung zu lebenslanger Haft droht.

    Eskalierter Nachbarschaftsstreit im Schrebergarten

    Der Angeklagte schilderte das Geschehen am Ostermontag 2018 in der Gartenanlage in Gaimersheim bei Eichstätt eher als Notwehr: Sein 36 Jahre alter Gartennachbar habe eine Schlägerei begonnen und sei dann mit dem Messer auf ihn losgegangen. Dieser habe trotz Aufforderung nicht von ihm abgelassen, weshalb er schließlich während des Kampfes das am Boden liegende Messer genommen und selbst zugestochen habe. Auslöser des Streits soll eine Auseinandersetzung um die angeblich untreue damalige Ehefrau des Angeklagten gewesen sein.

    Drogenkonsum des Angeklagten: Verminderte Schuldfähigkeit?

    Die Strafkammer hat zehn Verhandlungstage für das Verfahren geplant, das Urteil soll Ende Juli verkündet werden. In dem Prozess wird das Gericht auch prüfen, ob der 42-Jährige möglicherweise vermindert schuldfähig war. Der Mann nimmt nach eigenen Angaben regelmäßig Drogen.