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Angeklagter Anzinger weist Mordvorwurf zurück | BR24

© picture-alliance/dpa

Eine goldfarbene Justitia-Figur

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    Angeklagter Anzinger weist Mordvorwurf zurück

    Ein 56-Jähriger hat vor dem Landgericht München den Vorwurf des Mordes an seiner Ehefrau zurückgewiesen. Sie hätten einen gemeinsamen Suizid geplant gehabt, um ein mögliches Schicksal als Pflegefall abzuwenden, sagte er zu Prozessbeginn.

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    Die Staatsanwaltschaft geht hingegen davon aus, dass der Angeklagte seine Frau massiv geschlagen und ihr mit Ellbogen und Knien die Luft abgedrückt hat. Ihre Leiche war zufällig entdeckt worden, als das gemeinsame Haus des Paares in Anzing (Lkr. Ebersberg) in einer anderen Angelegenheit durchsucht worden war.

    Tote Ehefrau in der Badewanne

    Die Leiche der 66-Jährigen war am 3.Juni 2015 in der Badewanne gefunden worden. Der Angeklagte lag zu diesem Zeitpunkt bewusstlos und mit Vergiftungserscheinungen im Bett. Vor Gericht gab er zu, die Tat begangen zu haben: "Mir ist klar, dass das, was ich an dem Tag getan habe, meine Frau getötet hat." 

    An Details zum Tathergang und den Ablauf jener drei Tage, die zwischen der Tat und dem Auffinden der Leiche lagen, könne er sich allerdings nicht mehr erinnern. Seine Frau und er hätten verabredet gehabt, dass er sie zu einem unbestimmten Zeitpunkt überraschend töten und sich danach selbst das Leben nehmen solle. 

    Staatsanwalt glaubt dem Angeklagten nicht

    Die Anklage geht davon aus, dass der Mann seine Ehefrau während einer körperlichen Auseinandersetzung im Badezimmer gegen Einrichtungsgegenstände gestoßen und ihr mit einem flachen Gegenstand vier Schläge auf den Kopf versetzt habe. 

    Als die Frau ohnmächtig geworden sei, habe er ihr mit Ellbogen oder Füßen den Hals zugedrückt. Ein Urteil wird für den 2. März erwartet.