BR24 Logo
BR24 Logo
Bayern

Angehende Lehrer verbreiten antisemitische Bilder | BR24

© picture alliance/imageBROKER/dpa

Friedrich-Alexander-Universität, Erlangen

15
Per Mail sharen
Teilen

    Angehende Lehrer verbreiten antisemitische Bilder

    In einer Whats-App-Gruppe, die sich offensichtlich an Lehramtsstudierende der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg richtet, wurden verfassungswidrige und antisemitische Posts geteilt. Die Kriminalpolizei ermittelt.

    15
    Per Mail sharen
    Teilen

    Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen, gepostet in einem Messanger-Dienst, das sei der Anfangsverdacht. Der Kripo Erlangen liege ein Screenshot des Chatverlaufs vor, der nun auf Echtheit geprüft werde, sagte Michael Petzold, Sprecher des Polizeipräsidiums Mittelfranken dem Bayerischen Rundfunk.

    Twitternutzerin veröffentlichte Bilder aus dem Chat

    Weitere Aussagen könnten zum jetzigen Zeitpunkt nicht gemacht werden. Öffentlich wurde der Austausch in der geschlossenen Gruppe, laut Medienberichten, nachdem eine Twitternutzerin ein Bildschirmfoto der Posts veröffentlicht hatte. Unmittelbar danach hatte sich die Friedrich-Alexander-Universität von den Inhalten distanziert.

    Vizepräsidentin Bärbel Kopp habe eine mahnende Mail an die potenzielle Adressatengruppe des Chats verschickt, teilte die Universität dem BR mit. Weiter heißt es in dem Statement: Die beiden User, die die Inhalte offenbar teilten, haben sich "selbständig gemeldet und um ein Treffen gebeten".

    Bei diesem ging es auch um mögliche Konsequenzen. Auch der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Ludwig Spaenle, hat sich in der Sache zu Wort gemeldet. Der Vorfall zeige, wie wichtig es sei, Schüler und angehende Lehrer über Antisemitismus aufzuklären. Gleichzeitig lobte er die Zivilcourage von Usern, die den Chatverlauf bekannt gemacht haben.