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Angehaltener Autofahrer will kein Nazi sein | BR24

© pa/dpa/Karl-Josef Hildenbrand

Polizist mit Kelle bei einer Kontrolle

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    Angehaltener Autofahrer will kein Nazi sein

    Ein Autofahrer aus dem Raum Rosenheim, der Ende August mit verdächtiger Fracht in München von der Polizei kontrolliert wurde, hat sich dagegen verwahrt, ein Neonazi zu sein.

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    Der Mann war mit Äxten, einem verbotenen Messer, mehreren Benzinkanistern und einem Nachtsichtgerät in der Nähe von zwei Flüchtlingsheimen von einer Polizeistreife angehalten worden, weil er sich verdächtig verhalten hatte. Bei der Überprüfung des Mannes, der sich nicht ausweisen konnte, stellten die Polizisten fest, dass er in der Datei "Rechtsextremismus" geführt wurde. Laut Polizeipräsidium München kam die Situation den Beamten zwar "komisch" vor, dennoch durfte der Mann nach einer sogenannten Gefährderansprache und der Beschlagnahmung des verbotenen Messers schließlich unbehelligt weiterfahren. Die Staatsanwaltschaft wurde nicht eingeschaltet.

    Auffällig geworden wegen Gewalt- und Einbruchsdelikten

    Laut Informationen des BR ist der Mann in der Vergangenheit im Zusammenhang mit Gewalt- und Einbruchsdelikten auffällig geworden. Ein "Neonazi" will er jedoch nicht sein, wie er jetzt in einem Schreiben an ein Rosenheimer Internet-Portal beteuert hat. Er sei in der Land- und Forstwirtschaft tätig und habe deshalb Äxte und andere Arbeitsgeräte im Auto mit sich geführt. "Ich selbst sehe mich nicht als Neonazi", heißt es in dem Schreiben wörtlich.

    Gegen ihn sei in der Vergangenheit allerdings wegen des Besitzes von Orden und Abzeichen aus dem 1. und 2. Weltkrieg ermittelt worden. Dass er bei besagter Kontrolle in der Nähe von Flüchtlingsheimen unterwegs gewesen sei, habe er nicht gewusst.

    Von
    • Anja Salewsky
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