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Angeblich Datenleck bei Krankenkassen | BR24

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Ein Stethoskop liegt auf einer Computertastatur

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    Angeblich Datenleck bei Krankenkassen

    Auf sensible Gesundheitsdaten von Versicherten mit wenig Aufwand zugreifen - das ist nach einem Bericht der "Rheinischen Post" bei mehreren gesetzlichen Krankenkassen möglich. Die Barmer GEK widerspricht. Von Roswitha Polaschek.

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    In ihrer Reaktion auf den Bericht der "Rheinischen Post" wies die Barmer Ersatzkrankenkasse den Vorwurf eines Datenlecks zurück. Nach Informationen der "Rheinischen Post" können sich Unbefugte durch das Vortäuschen einer Identität mit wenigen Telefonaten und Mausklicks Details zu Arztbehandlungen, Diagnosen oder verordneten Arzneien von Patienten verschaffen. 

    Trotz des Dementis der Barmer GEK kündigte die Bundesdatenschutzbeauftragte Andrea Voßhoff an, das Authentifizierungsverfahren bei telefonischen Kundenkontakten der Krankenkassen grundsätzlich zu überprüfen. 

    So einfach soll man an Daten kommen können

    Der Zeitung war es nach eigenen Angaben gelungen, bei der Barmer GEK die Identität eines Versicherten anzunehmen und sich über einen Online-Zugang der Kasse in dessen Patientendaten einzuloggen. Der Tester habe lediglich den Namen, das Geburtsdatum und die Versichertennummer des Datenopfers zur Verfügung gehabt. Derselbe Nachweis über mangelnde Sicherheit liege für drei weitere Kassen vor, darunter die AOK.

    Barmer GEK: gegen Diebstahl kann sich keine Kasse wehren

    Die Barmer GEK bezeichnete das Vorgehen des Blattes als "simulierten Diebstahl einer Versichertenkarte". Der Zugang zu vertraulichen Daten im persönlichen Bereich der Kassen-Homepage sei erst nach einem strengen mehrstufigen Sicherheitsverfahren möglich. 

    Zu den von der Kasse nun eingeleiteten Sofortmaßnahmen gehören u.a. neue Mitarbeiterschulungen. Außerdem könnten Adressänderungen künftig nur persönlich in einer Geschäftsstelle mitgeteilt werden, so die Barmer GEK.