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Impfzentrum in Sulzbach-Rosenberg

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    Andrang bei Sonder-Impf-Aktionen in Niederbayern und Oberpfalz

    Mehrere Kommunen in Niederbayern und der Oberpfalz haben vergangene Woche Sonderimpfaktionen gestartet, um den Impfstoff Astrazeneca schnell zu verimpfen. Die Verantwortlichen waren zufrieden, allerdings blieben auch einige wenige Impftermine frei.

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    Von
    • Michelle Balzer
    • BR24 Redaktion

    In einigen Städten und Landkreisen in Niederbayern und der Oberpfalz wurden bis Sonntagabend Sonderimpfaktionen angeboten, bei denen schnell und unbürokratisch Astrazeneca verimpft wurde. Der Grund dafür war besonders viel Astrazeneca-Impfstoff in den Impfzentren, aber vergleichsweise wenig Menschen, die sich damit impfen lassen wollten.

    Manche Termine übrig geblieben

    Solche Sonderimpfaktionen gab es in Niederbayern in Passau und den Landkreisen Kelheim, Dingolfing-Landau und Freyung-Grafenau. Bis auf Kelheim waren hier zuletzt noch Impftermine übrig. Auch in Freyung-Grafenau sind Termine frei geblieben, 611 Impfungen von 800 möglichen wurden hier durchgeführt. Doch mit der Auslastung war man sehr zufrieden, heißt es vom Landratsamt.

    Positive Bilanz in der Oberpfalz

    In der Oberpfalz wurde in den Städten Amberg und Weiden sowie in den Landkreisen Neustadt an der Waldnaab, Neumarkt, Tirschenreuth und Amberg-Sulzbach geimpft. Auch hier zogen die Verantwortlichen eine positive Bilanz. In Tirschenreuth, Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg konnten sich Impfwillige ab 18 Jahren anmelden. Im Landkreis Neumarkt konnten sich 60 bis 69-Jährige für eine Impfung mit Astrazeneca melden. Hier wurden alle Termine vergeben, die Hotline wurde abgeschaltet.

    Alle Dosen in Tirschenreuth verimpft

    In Tirschenreuth wurden alle 2.150 verfügbaren Dosen verimpft. Ist hier jemand abgesprungen, konnte jemand von der Warteliste aufrücken. Das Landratsamt Tirschenreuth bestätigt, dass es bei der Sonderimpfaktion durchgehend nur Akzeptanz für den Impfstoff gab: "Alle, die dort geimpft wurden, haben sich ja freiwillig dazu bereit erklärt. Viele waren sehr dankbar, ein Impfangebot zu erhalten."

    Im Landkreis Amberg-Sulzbach und der Stadt Amberg standen 5.390 Impfdosen zur Verfügung. Michael Scherer, der ärztliche Leiter der Impfzentren in Amberg und Amberg-Sulzbach, zog eine durchweg positive Bilanz.

    "Die Impfaktion lief fantastisch ab. Insbesondere freute mich persönlich die extrem hohe Akzeptanz in der Bevölkerung auch für den Impfstoff von Astrazeneaca, der ja exklusiv zur Verfügung stand." Dr. Michael Scherer, Ärztlicher Leiter Impfzentren Amberg und Amberg-Sulzbach

    Auch sehr viele jüngere Leute hätten sich freiwillig gemeldet: "Das war ja explizit die Forderung, dass man sich freiwillig für den Impfstoff entscheiden musste. Und eine große Verunsicherung der Impflinge konnte ich nicht bemerken, sondern im Gegenteil: Jeder hat sich gefreut, dass er zu einer Impfung gekommen ist."

    Ab 18 oder ab 60: Die Menge ist entscheidend

    Ob bei den Sonderimpfungen ab 60 oder ab 18 geimpft wurde, hing ganz von der Menge des gelieferten Impfstoffs ab. Tirschenreuth und Amberg-Sulzbach bekamen gemessen an der Bevölkerungsanzahl die gleiche Menge an Impfstoff und gaben die Impfung deswegen ab 18 Jahren frei. Weiden und Neustadt an der Waldnaab hingegen bekamen gemessen an der Bevölkerungsanzahl nur knapp die Hälfte des Impfstoffs, der deshalb nur an Personen ab 60 Jahren verimpft wurde.

    💡 Wieso gab es die Sonderimpfaktionen?

    Bei den Sonderaktionen wird unabhängig von der Priorisierung beziehungsweise einer Warteliste geimpft. Manche Städte und Landkreise hatten hohe Mengen Astrazeneca Impfstoff bestellt, den sie bis zum Sonntag, den 18.04.2021, verimpfen mussten. Den Organisatoren der Imfpzentren ging es darum, schnell und unbürokratisch zu impfen, denn ab dem 19. April wird Astrazeneca in Bayern nur noch in Arztpraxen verwendet. In den Impfzentren sind dann keine Erstimpfungen mehr mit Astrazeneca möglich.

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