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AMS wirbt für Osram-Übernahme | BR24

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Der Vorstand von AMS aus Österreich hat in Aussicht gestellt, dass am Osram-Standort Regensburg neue Arbeitsplätze entstehen könnten, sollte das Übernahmeangebot erfolgreich sein.

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AMS wirbt für Osram-Übernahme

Im Übernahmekampf um Osram wirbt der österreichische Sensorhersteller AMS für sein Angebot an die Aktionäre. Bei einer Pressekonferenz hat AMS-Chef Alexander Everke bekräftigt, dass der Standort Regensburg gestärkt werden soll.

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Der Vorstand von AMS aus Österreich hat in Aussicht gestellt, dass am Osram-Standort Regensburg neue Arbeitsplätze entstehen könnten, sollte das Übernahmeangebot erfolgreich sein. Konkret wurden die Fertigung und auch der Bereich Forschung und Entwicklung genannt.

Neue Stellen am Regensburger Osram-Standort möglich

Auf Nachfrage sagte Vorstandschef Alexander Everke, man könne sich auch vorstellen, Fertigung aus Asien nach Regensburg zu verlagern. Sowohl AMS als auch Osram haben Standorte in Singapur und Malaysia. AMS hatte für das Übernahmeangebot ursprünglich eine Schwelle von 70 Prozent als Bedingung genannt, nun wäre das Unternehmen aus der Steiermark auch mit 62,5 Prozent zufrieden. AMS hält selbst bislang zirka drei Prozent der Osram-Aktien. Die Firmenspitze ist zuversichtlich, die neue niedrigere Schwelle zu erreichen.

Stellenkürzung in Münchner Osram-Verwaltung denkbar

Zusammen soll ein europäischer Marktführer entstehen, der die Lichterzeugung von Osram mit der Sensorik von AMS zusammenführen würde. Weil sich beide Unternehmen in ihren Bereichen ergänzten, rechnet AMS nicht mit größeren Schwierigkeiten oder Auflagen durch die Kartellbehörden.

"Weil wir sehr komplementäre Technologien kaufen. Technologien, die ein Wettbewerber in Summe nicht hat. Osram hat unsere nicht, wir haben sie nicht und deshalb sehen wir dort keine Probleme mit Kartellbehörden." Alexander Everke, Vorstandschef AMS

Einen "Plan B" habe man nicht. CEO Alexander Everke machte aber auch deutlich, dass im Falle eines Zusammenschlusses in der Osram-Zentrale in München in der Verwaltung Stellen wegfallen könnten.

AMS würde Digitalgeschäft nach Übernahme verkaufen

Geplant ist ein doppelter Konzernsitz: in Premstätten in der Steiermark und in München. Auch der Name Osram soll im neuen Firmennamen erhalten bleiben. Sollte das Übernahmeangebot von AMS für Osram Erfolg haben, dann steht das Digitalgeschäft von Osram zur Disposition. Für diesen Bereich werde ein strategischer Käufer gesucht, der diesen Teil als Teil des eigenen Kerngeschäfts weiterentwickeln wolle. AMS verfügt nach eigener Darstellung über eine Liste potenzieller Interessenten, sie seien an AMS herangetreten, aber bislang habe es noch keine Gespräche gegeben.

Eine außerordentliche Hauptversammlung Ende Oktober soll den Weg frei machen für eine Kapitalerhöhung von AMS für die geplante Übernahme des Münchener Konzerns.

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Osram soll zu einem europäischen Champion in der Beleuchtungs-Elektronik werden. Das beabsichtigt das österreichische Unternehmen AMS, das den Leuchtmittel-Hersteller übernehmen will - gegen den Widerstand von IG Metall und Betriebsrat.

IG Metall wehrt sich gegen Übernahme durch AMS

Auch die IG Metall Bayern befürchtet, dass sich AMS mit Osram finanziell übernehmen könnte. Irene Schulz sitzt für die Gewerkschaft im Aufsichtsrat von Osram:

„Wir befürchten, dass relativ schnell Osram zerschlagen wird, Teile verkauft werden und ein radikaler Personalabbau stattfinden kann.“ Irene Schulz, Vorstandsmitglied IG Metall

Betriebsbedingte Kündigungen müssten ausgeschlossen sein, fordert die IG Metall.