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Stärkere Einschränkungen für Ungeimpfte, mehr Test bei Infektionen in Schulen, mehr Gewicht für die Auslastung der Intensivbetten - das ist der Hauptteil der neuen Corona-Regeln, die das bayerische Kabinett beschlossen hat.

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Ampelwarnstufen Gelb und Rot: Die neuen Corona-Regeln in Bayern

Einschränkungen je nach Warnstufe der Krankenhausampel, strengere Maßnahmen für Corona-Hotspots und mehr Kontrollen der G-Regeln - das bayerische Kabinett hat einige neue Regelungen beschlossen. Ein Überblick.

Von
Katharina PfadenhauerKatharina PfadenhauerBR24  RedaktionBR24 Redaktion
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Hinweis: Wie die Staatsregierung dem BR am Freitag (5.11.) mitteilte, tritt die Neuordnung der Krankenhaus-Ampel am Samstag in Kraft, die geänderte Krankenhaus-Ampel entfaltet damit erst am Sonntag ihre Auswirkungen.

Bayerns Kabinett hat am Mittwoch beschlossen, strengere Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie zu ergreifen. Die sogenannte Krankenhaus-Ampel schaltet nun bereits dann auf Gelb, wenn mehr als 450 Intensivbetten in Bayern mit Corona-Infizierten belegt sind. Folgende Regelungen greifen bei gelber beziehungsweise roter Ampel.

Wann und wie lange gelten die Maßnahmen?

Für die Verschärfungen wurde die 14. Bayerische Infektionsschutzmaßnahmenverodnung geändert. Stellt die Kommune, der Landkreis oder das Bayerische Gesundheitsministerium eine Hotspot-Region fest, gelten die Maßnahmen ab dem darauffolgenden Tag. Sie enden, wenn entweder die Inzidenz oder die belegten Krankenhausbetten in dieser Region für drei Tage unter die kritischen Werte gesunken sind.

Gelbe Ampel: 3G plus, vereinzelt 2G

Überall, wo bisher die 3G-Regel galt (also Zugang nur für Geimpfte, Genesene und Getestete), wird bei der gelben Ampelstufe auf 3G plus verschärft. Das bedeutet, dass ein negativer Schnelltest für Ungeimpfte nicht mehr ausreicht, sondern ein negativer PCR-Test vorgelegt werden muss.

Für Clubs, Diskotheken, Bordelle oder ähnliches gilt bei Stufe gelb verpflichtendes 2G. In Pflegeeinrichtungen kann eine Testpflicht für Personal und Besucher eingeführt werden.

Zudem muss vielerorts statt einer medizinischen wieder eine FFP2-Maske getragen werden.

Rote Ampel: 2G mit Ausnahmen

Bei roter Ampel wird aus 3G dann 2G. Das heißt, es dürfen nur noch Geimpfte und Genesene in bestimmte Einrichtungen oder zu bestimmen Veranstaltungen.

Ausgenommen von der 2G-Regelung werden Gaststätten, Hotels und körpernahe Dienstleistungen. Hier bleibt es bei 3G plus. In Hochschulen gilt weiterhin die Zugangsmöglichkeit auch mit Schnelltest (3G).

Verschärfungen am Arbeitsplatz und in Quarantäne

Bei der roten Ampelstufe gilt eine 3G-Pflicht am Arbeitsplatz: Es genügt ein einfacher Schnelltest, zweimal pro Woche für Ungeimpfte. Dies gilt für Betriebe mit mehr als zehn Beschäftigten oder wenn Kontakt zu Kunden besteht. Der Handel und öffentliche Verkehrsmittel sind davon ausgenommen.

Das Bayerische Kabinett hat zudem die Quarantänedauer für enge Kontaktpersonen erhöht: von fünf auf mindestens sieben Tage. In Regionen mit hohem Infektionsgeschehen soll die Quarantäne sogar zehn Tage betragen, freitesten kann man sich dann nicht mehr.

Hotspot-Strategie: Strenge Regeln ab Inzidenz 300

Als Hotspots gelten Landkreise, in denen zum einen die 7-Tage-Inzidenz von 300 überschritten wurde und zum anderen mindestens 80 Prozent der Intensivbetten ausgelastet sind. Das trifft laut Ministerpräsident Markus Söder (CSU) aktuell auf 27 Landkreise zu. Für diese Gebiete gelten dann die strengen Regeln, die für die rote Ampelstufe vorgesehen sind.

Maskenpflicht an den Schulen

Unabhängig von der Krankenhaus-Ampel wird an Bayerns Schulen die Maskenpflicht wieder eingeführt: an Grundschulen für eine Woche ab Montag, in weiterführenden Schulen für die kommenden zwei Wochen. Sie gilt unabhängig vom Mindestabstand und nur im Gebäude, also am Platz oder beispielsweise auf den Gängen. Auf dem Schulhof müssen die Schüler keine Maske tragen.

Schüler der Jahrgangsstufen 1 bis 4 dürfen zudem Stoffmasken tragen, alle anderen brauchen eine medizinische Maske. Gibt es in der Klasse einen Corona-Fall, werden die anderen Schüler eine Woche lang jeden Tag getestet.

Verstöße sollen konsequent geahndet werden

Die 3G-, 3G plus- und 2G-Regeln soll künftig strenger kontrolliert werden, kündigte Ministerpräsident Söder an. Dazu sollen Stichprobenkontrollen durchgeführt und Verstöße "konsequent geahndet werden". Gesundheits- und Innenministerium sollen sich hierfür geeignete Maßnahmen überlegen.

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