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Ammoniak-Unfall in Straubing: Sperren und Geruch weg | BR24

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Nach fast elf Stunden war der Großeinsatz im Straubinger Eisstadion nach einem Ammoniak-Unfall am Abend beendet worden. Am Morgen sind alle Straßensperren aufgehoben, und der Ammoniak-Geruch ist verschwunden. Verletzt wurde niemand schwer.

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Ammoniak-Unfall in Straubing: Sperren und Geruch weg

Nach dem Ammoniak-Unfall im Straubinger Eisstadion sind am Morgen alle Straßensperren aufgehoben, und der Ammoniak-Geruch ist verschwunden. Fast elf Stunden hatte der Großeinsatz gedauert. Verletzt wurde niemand schwer.

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Nach dem Ammoniak-Alarm in Straubing sind heute alle Straßensperren aufgehoben, wie ein Polizeisprecher dem Bayerischen Rundfunk bestätigte. Während der gestrigen Verkehrssperrungen sowie den Evakuierungsmaßnahmen war es zu keinen größeren Behinderungen gekommen. Die Polizei, Rettungs- und Einsatzkräfte bedankten sich daher für das "umsichtige und verständnisvolle Verhalten aller Betroffenen".

Mehr als 500 Mitarbeiter von Polizei, Bereitschaftspolizei, Feuerwehr, Bayerischem Roten Kreuz und Wasserwacht waren fast elf Stunden lang auf dem Hagen in Straubing, um den Betroffenen zu helfen.

Geruch weg, normaler Schulbetrieb und keine Schwerverletzten

Der Polizeisprecher in Straubing konnte am Morgen auch keinen beißenden Geruch nach Ammoniak mehr feststellen. Der Schulbetrieb könne daher "ganz normal" aufgenommen werden, sagte der Sprecher.

Gestern waren 118 Schüler einer nahe liegenden Schule in Sicherheit gebracht worden. Wie es vom Polizeisprecher heißt, gab es unter den 14 Verletzten keine Schwerverletzten. Neun Menschen wurden ins Krankenhaus gebracht. Es habe sich lediglich um Atemwegs- und Augenreizungen gehandelt, so die Polizei. Vorsorglich wurden gestern rund 60 Menschen ärztlich behandelt, zudem mussten rund 150 Anwohner ihre Wohnungen verlassen, konnten aber am Abend wieder nach Hause zurückkehren.

Die Sicht einer Einsatzkraft in Straubing

Am Abend nach dem Großeinsatz in Straubing postete unter anderem ein Rettungssanitäter vom BRK Straubing auf Facebook seine ganz persönliche Sicht als Einsatzkraft. Marko Pammer beschreibt darin seine Arbeit bei der Evakuierung und lobt das Hilfeleistungssystem in der Region. Mit "Tolle Leistung" beendet er seinen Post. Das kam nicht nur bei anderen Rettungskräften an und wurde daher oft geteilt.

Ammoniak-Unfall: Kripo Straubing ermittelt

Die Kriminalpolizei Straubing hat jetzt in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Regensburg - Zweigstelle Straubing - die Ermittlungen zum genauen Hergang des Vorfalls aufgenommen. Wie hoch der entstandene Schaden ist, könne noch nicht gesagt werden.

Beschädigte Leitung bei Bauarbeiten

Gestern war bei Bauarbeiten auf der Eisfläche im Eisstadion Straubing eine Leitung beschädigt worden. Danach strömte Ammoniak aus. Der Großeinsatz dauerte fast elf Stunden.