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Ammoniak-Unfall: Einsatz in Straubing wird beendet | BR24

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Eine gute Nachricht zum Ammoniak-Alarm in Straubing: Die Einsatzkräfte im Eisstadion in Straubing können Entwarnung geben und den Einsatz zur Stunde beenden. Auch die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

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Ammoniak-Unfall: Einsatz in Straubing wird beendet

Eine gute Nachricht zum Ammoniak-Alarm in Straubing: Die Einsatzkräfte im Eisstadion in Straubing können Entwarnung geben und den Einsatz zur Stunde beenden. Auch die Anwohner können zurück in ihre Wohnungen.

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Fast elf Stunden hat der Feuerwehr-Großeinsatz nach dem Ammoniak-Unfall im Straubinger Eisstadion gedauert. Am Abend konnte Stadtbrandrat Stephan Bachl aber endlich Entwarnung geben:

"Wir haben jetzt die Betondecke aufgestemmt, sodass wir an die beschädigten Leitungen rangekommen sind. Diese haben wir dann abgeschnitten und die Enden abgedichtet. Jetzt strömt kein Ammoniak mehr aus." Stadtbrandrat Stephan Bachl

Mehr als 500 Einsatzkräfte von Polizei und Feuerwehr waren den ganzen Tag über auf dem Hagen in Straubing, seit Arbeiter am Morgen bei Instandsetzungsarbeiten im Stadion ein Leck in das Kühlsystem gerissen hatten. Ammoniak strömte aus - rund 60 Menschen wurden daraufhin vorsorglich ärztlich behandelt, die Polizei meldet 14 Verletzte, neun davon wurden in ein Krankenhaus eingeliefert. Es kam zu keinen schwereren Verletzungen. Die Kriminalpolizei Straubing und die Staatsanwaltschaft Regensburg haben die Ermittlungen übernommen. Wie hoch der entstandene Schaden ist, ist am Donnerstagabend noch nicht bekannt.

Anwohner können zurück in ihre Wohnungen

Auch die rund 150 Anwohner, die wegen des Ammoniak-Alarms ihre Wohnungen verlassen mussten, können mittlerweile aufatmen: Sie dürfen zurück in ihre Wohnungen. Auch Fenster und Türen können wieder geöffnet werden. Neben den Evakuierungsmaßnahmen konnten mittlerweile auch die meisten Verkehrssperren aufgehoben werden, lediglich die Sperre unmittelbar vor dem Eisstadion besteht momentan weiter.

Betreten der Halle war nur für wenige Minuten möglich

Weil die Ammoniak-Konzentration im Inneren der Eishalle lebensgefährlich hoch war, konnten die Feuerwehrleute die Halle immer nur für wenige Minuten in kleinen Gruppen und mit Schutzausrüstung betreten. Eine Münchner Spezialfirma ist jetzt damit betraut, den Schaden im Kühlsystem zu beheben.

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Fast elf Stunden hat der Feuerwehr-Großeinsatz nach dem Ammoniak-Unfall im Straubinger Eisstadion gedauert. Am Abend konnte Stadtbrandrat Stephan Bachl aber endlich Entwarnung geben.

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Um des tödlichen Ammoniaks im Straubinger Eissstadion Herr zu werden, waren Spezialkräfte der Feuerwehr gefragt: Nur im Chemikalienschutzanzug konnten sie an den Unglücksort. BR-Reporter Andreas Wenleder hat mit einem von ihnen gesprochen.

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Stadtbrandrat Einsatzleiter Stephan Bachl mit einer der beschädigten Kühlleitung