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Ambivalentes Hof: Impfquote hoch - Corona-Inzidenz aber auch | BR24

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Die Region Hof sorgt in Sachen Corona gleichzeitig für positive und negative Schlagzeilen: Was die Inzidenz anbelangt, meldet die Stadt den höchsten Wert in Deutschland. Beim Impfen kommt die Region indes gut voran.

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Ambivalentes Hof: Impfquote hoch - Corona-Inzidenz aber auch

Die Region Hof sorgt in Sachen Corona gleichzeitig für positive und negative Schlagzeilen: Was die Inzidenz anbelangt, meldet die Stadt seit Tagen den höchsten Wert in Deutschland. Beim Impfen kommt die Region indes überdurchschnittlich gut voran.

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Von
  • Annerose Zuber
  • BR24 Redaktion

Die Region Hof kann nach Angaben lokaler Politiker eine überdurchschnittlich hohe Impfquote vorweisen: Aktuell hätten 19,5 Prozent der Impfberechtigten eine Erstimpfung erhalten, bundesweit seien es nur rund 13 Prozent. Darauf haben Hofs Landrat Oliver Bär (CSU) und Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) anlässlich einer Zwischenbilanz, 100 Tage nach dem Impfstart in der Region, am Donnerstag hingewiesen.

Noch keine Auswirkungen von Impfquote auf Fallzahlen

Erreicht worden sei die hohe Quote unter anderem durch zusätzliche Impfdosen. Von den rund 38.000 Impfungen, die bisher erfolgten, stammten rund 10.800 aus Sonderkontingenten des Freistaates Bayern, des Bundes und der EU für Gebiete mit besonders hohen Corona-Fallzahlen.

Doch erst eine Impfquote von etwa 60 bis 70 Prozent werde auch Auswirkungen auf die Fallzahlen haben, erklärte Johann Schötz, der Ärztliche Leiter des Impfzentrums Hof. Zusätzlich hat Hof kurzfristig, wie zahlreiche andere Regionen in Bayern, 4.000 Dosen von Astrazeneca erhalten.

Diffuses Infektionsgeschehen in der Region Hof

Dass die Region Hof bundesweit mit die höchsten Corona-Inzidenzwerte hat, führt Landrat Bär gegenüber dem BR unter anderem auch auf das zum Teil noch höhere Infektionsgeschehen in den Nachbarbundesländern Thüringen und Sachsen zurück. "Es gibt nicht den einen Infektionsherd, sondern eine Vielzahl von Quellen", so Bär.

Es sei ein diffuses Infektionsgeschehen: "Vor einer Woche war der Landkreis Hof noch auf Platz 68 der Liste des Robert Koch-Instituts, heute sind wir leider in den Top Ten." Die vor Wochen noch sehr hohen Fallzahlen in den Firmen habe man inzwischen durch verstärktes Testen deutlich reduzieren können.

Landrat Bär: Besonderer Fokus auf ländliche Gebiete

Dagegen breite sich das Virus stärker in Familien aus. "In ländlichen Regionen wie bei uns, leben die Familien häufig enger zusammen als in Großstädten", so Bär. Umso wichtiger sei das Ziel einer möglichst raschen und breiten Immunisierung der Bevölkerung durch das Impfen. Momentan werden in Hof, anders als zum Beispiel im Landkreis Cham, noch keine Mitarbeiter von Firmen geimpft.

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