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Im Prozess um die Amberger Prügelattacke will das Amtsgericht heute das Urteil verkünden. Auf der Anklagebank sitzen vier Asylbewerber .
© pa/dpa/A. Weigel
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Im Prozess um die Amberger Prügelattacke will das Amtsgericht heute das Urteil verkünden. Auf der Anklagebank sitzen vier Asylbewerber .

Im Prozess um die Amberger Prügelattacke will das Amtsgericht heute das Urteil verkünden. Auf der Anklagebank sitzen vier Asylbewerber - drei Afghanen und ein Iraner. Die vier Männer hatten in dem Prozess eingeräumt, nach Alkohol- und Drogenkonsum wahllos auf Passanten eingeschlagen zu haben.

Bei ihrer Prügeltour durch die Amberger Innenstadt Ende vergangenen Jahres attackierten sie laut Staatsanwaltschaft 21 Menschen, 15 von ihnen wurden verletzt. Die Asylbewerber sind wegen gefährlicher Körperverletzung und der Beleidigung von Polizisten angeklagt.

Prozess geht schnell zu Ende

Ursprünglich hatte das Gericht für die juristische Aufarbeitung des Falls 25 Verhandlungstage angesetzt. Mit der Aussicht auf mildere Strafen hatten die Angeklagten sich aber schließlich zu Geständnissen bereiterklärt. Damit war der Weg für eine Absprache zwischen Richter, Staatsanwaltschaft und der Verteidigung über das Strafmaß geebnet.

Der Vorfall hatte bundesweit für Aufsehen gesorgt und eine Debatte über eine konsequentere Abschiebung von Straftätern ausgelöst.

Nur dem Haupttäter droht Haftstrafe

Die Staatsanwaltschaft Amberg forderte in ihrem Plädoyer für drei der vier Asylbewerber Jugendstrafen zwischen einem halben und eineinhalb Jahren, die zur Bewährung ausgesetzt werden sollen. Für den Haupttäter wurde eine Haftstrafe von zwei Jahren und neun Monaten sowie die Unterbringung in einer Entziehungsanstalt beantragt. Die Verteidiger beantragten Bewährungsstrafen zwischen einem halben und einem Jahr sowie zweieinhalb Jahre für den Haupttäter.