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Die Angeklagten betreten den Gerichtssaal in Amberg.
© dpa/Armin Weigel
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Die Angeklagten betreten den Gerichtssaal in Amberg.

Im Prozess gegen vier junge Asylbewerber, die Ende Dezember in Amberg wahllos Passanten verprügelt und attackiert haben sollen, haben am Mittwoch mehrere Opfer ausgesagt. Ihnen zufolge hat man den jungen Afghanen und dem Iraner die Alkoholisierung angesehen und angemerkt.

Schläge und Tritte

Alle Opfer sprachen davon, dass sie zunächst verbal angegangen worden seien und dann Schläge folgten - gegen den Kopf, den Oberkörper und zum Teil in den Bauch. Mehrere der Passanten gingen zu Boden und wurden auch dann noch mit Schlägen und Tritten traktiert. In einem Fall habe sich der jeweilige Angeklagte danach entschuldigt, habe dann aber den nächsten geohrfeigt. Zudem seien Beleidigungen gefallen. Einer Gruppe von mehreren jungen Leuten liefen die Flüchtlinge sogar nach, als sie sie bereits angegriffen hatten, und traten und schlugen weiter auf sie ein.

Opfer leiden weiter an Folgen

Insgesamt wurden bei den Attacken 15 Personen verletzt und sechs weitere verbal beleidigt. Die Opfer kamen mit blauen Flecken, Prellungen, einer Platzwunde sowie Kopf- und Rückenschmerzen davon. Zum Teil leiden sie in Form von Schlafstörungen noch heute an den Folgen der Angriffe.

Während die vier Angeklagten in ihren Geständnissen zu Prozessbeginn ihr Bedauern ausdrückten und sich entschuldigten, verfolgten sie die Zeugenaussagen wortlos auf der Anklagebank. Durch die Geständnisse der vier damals 17 bis 19-Jährigen zu Beginn wird sich der Prozess erheblich verkürzen. Das Urteil könnte nach ersten Einschätzungen bereits Ende der Woche fallen, oder aber Anfang kommender Woche.