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Amazon im Landkreis Hof: Spatenstich für Gelände gesetzt | BR24

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Oberbürgermeisterin Eva Döhla (SPD) und Landrat Oliver Bär (CSU) äußern sich zu Kritik an Amazon.

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Amazon im Landkreis Hof: Spatenstich für Gelände gesetzt

Der Online-Händler Amazon will im Landkreis Hof sein bayernweit zweites Logistikzentrum errichten. Auf dem Gelände des "Automobilzulieferer-und Technologiepark Hochfranken" ist nun der erste Spatenstich gesetzt worden.

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Von
  • Annerose Zuber

In Hof ist der Spatenstich für die seit langem erwartete Erweiterung des "Automobilzulieferer-und Technologiepark Hochfranken" gesetzt worden. Für rund 33 Millionen Euro sollen rund 40 Hektar Gewerbefläche erschlossen werden. Das sind die Voraussetzungen, damit sich Amazon in diesem Gewerbegebiet an der Stadtgrenze zwischen Hof und der Gemeinde Gattendorf ansiedeln wird.

Landrat Bär: "Amazon ist ein Gewinn für die Region"

Der Online-Händler will hier auf rund 22 Hektar sein zweites Logistikzentrum in Bayern bauen und rund 1.000 Arbeitsplätze schaffen. "Amazon ist ein Gewinn und ein weiteres Angebot an Arbeitsplätzen für die Menschen in unserer Region", reagierte der Hofer Landrat und Gewerbegebiets-Zweckverbands-Vorsitzender Oliver Bär (CSU) auf Kritik an Arbeitsbedingungen bei Amazon. "Wir haben uns intensiv mit dem Unternehmen auseinandergesetzt", so Bär im BR-Gespräch.

Kritik an Arbeitsbedingungen bei Amazon größtenteils aufgearbeitet

Auch die Hofer SPD-Oberbürgermeister Eva Döhla sieht die geplante Ansiedlung als "Chance". Sie betonte, dass vieles von der Kritik an den Arbeitsbedindungen bei dem US-Konzern inzwischen aufgearbeitet worden sei. Der Gattendorfer Bürgermeister Stefan Müller verwies auf den Stundenlohn von 11,50 Euro für ungelernte Arbeitskräfte.

Hof baut Stellung als Logistik-Standort in Deutschland aus

Mit der Ansiedlung von Amazon und zwei weiteren kleineren Unternehmen in dem Gewerbepark Hochfranken baut Hof seine Stellung als einer der zehn wichtigsten Logistik-Standorte Deutschlands aus. "Ich glaube nicht, dass mit diesen drei neuen Firmen das Ende der Fahnenstange erreicht ist", so Oberbürgermeisterin Eva Döhla.

Weitere Interessenten für Ansiedlung in Gewerbepark vorhanden

Nach Auskunft von Bürgermeister Müller gebe es bereits weitere Interessenten trotz der momentan schwierigen wirtschaftlichen Gesamtlage. Insgesamt sind in dem Gewerbepark aktuell sechs Firmen mit bislang rund 1.000 Arbeitsplätzen.

Namensänderung des Automobilzulieferer- und Technologiepark Hochfranken

2003 hatte die Staatsregierung dieses Gebiet als "Automobilzulieferer-Park" ausgewiesen, um den Strukturwandel in der Region voranzutreiben. Der erste Betrieb – ein Hersteller von Aluminium-Druckguss-Teilen für Autos – musste allerdings inzwischen ein zweites Mal Insolvenz anmelden. Insgesamt haben sich nicht so viele Autozuliefererbetriebe angesiedelt, wie erwartet. Da der verkehrsgünstig gelegene Standort aber inzwischen auch für andere Branchen interessant ist, hat der Zweckverband den Namen 2018 deshalb auch in "Automobilzulieferer- und Technologiepark Hochfranken" umgewandelt.

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