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Amazon: Grünes Licht für Logistikzentrum im Landkreis Hof | BR24

© picture alliance/imagebroker

Ein Logistikzentrum wie hier in Rheinberg in Nordrhein-Westfalen, will der Internet-Versandhändler Amazon in Gattersdorf im (Lkr. Hof) errichten.

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    Amazon: Grünes Licht für Logistikzentrum im Landkreis Hof

    Derzeit gibt es 13 Logistikzentren des Internet-Versandhändlers Amazon in Deutschland. Nordbayern ist auf der Karte des Unternehmens noch ein weißer Fleck. Der soll jetzt beseitigt werden – mit einem Logistikzentrum bei Gattendorf im Landkreis Hof.

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    In Gattendorf im Landkreis Hof können schon Ende Juni die Bauarbeiten für ein Logistikzentrum des Internet-Versandhändlers Amazon beginnen. Damit rechnet Gattendorfs Bürgermeister Stefan Müller (CSU) auf Nachfrage des Bayerischen Rundfunks. Der Gemeinderat hat dem Vorhaben Grünes Licht erteilt.

    Grundstück an der A93 wird für Amazon vorbereitet

    Am Montagabend hatte der Gemeinderat der Ansiedlung einstimmig zugestimmt. Jetzt werde das rund 22 Hektar große Grundstück an der A93, nahe der Ausfahrt Hof-Ost, für die Bebauung vorbereitet. Amazon plant dort eine seiner größten Niederlassungen in Deutschland. 13 derartige Logistikzentren gibt es bereits in Deutschland.

    Amazon schließt Lücke in Nordbayern

    Der größte weiße Fleck befindet sich in Nordbayern - zwischen Leipzig im Norden, Graben bei Augsburg im Süden und Bad Hersfeld im Westen. Auf diesen weißen Fleck und das Ziel, ihn zu beseitigen, hat ein Amazon-Sprecher den BR bereits im Februar 2020 auf Nachfrage hingewiesen. In einem Logistikzentrum werden die Waren für den europaweiten Versand gelagert. Auch die wesentlich häufigeren und kleineren Verteilzentren, wie derzeit eines in Bayreuth gebaut und in Pommersfelden (Lkr. Bamberg) geplant wird, sollen künftig von Gattendorf aus beliefert werden.

    Zu Stoßzeiten werden 1.600 Mitarbeiter beschäftigt

    Gattendorfs Bürgermeister Müller rechnet damit, dass in dem Logistikzentrum 1.000 fest angestellte Mitarbeiter beschäftigt werden. Weitere 600 sollen zu Stoßzeiten dazu kommen. Allen voran für Geringqualifizierte entstünden so zahlreiche neue Jobs in der Region, so Müller. Über die Gewerbesteuer würde die Gemeinde zudem finanziell von dem Großprojekt profitieren.

    Keine Verkehrsprobleme in Gattendorf erwartet

    Mit Verkehrsproblemen rechnet der Bürgermeister unterdessen nicht. Im Vergleich zu den Verteilzentren würde das Logistikzentrum von wenigen großen Lastwagen angefahren, statt von vielen kleinen Transportern. Zudem liege das Grundstück, auf dem sich der Versandhändler niederlasse, direkt an der Autobahn A93.

    Weitere Unternehmen könnten sich ansiedeln

    Müller rechnet zudem damit, dass sich künftig auch andere große Unternehmen in der Nähe des Logistikzentrums ansiedeln und dass Unternehmen in der Region künftig höhere Löhne zahlen, um eine Abwanderung ihrer Mitarbeiter zu Amazon zu verhindern. Kurzum: Die Ansiedlung Amazons sei ein Gewinn für Gattendorf und geben der gesamten Region einen großen Schub, so der Gattendorfer Bürgermeister.

    Amazon will Projekt erst später bestätigen

    Amazon selbst wollte sich auf Nachfrage des BR nicht zu dem Projekt äußern. Amazon habe dazu noch keine Angaben gemacht, heißt es aus der Pressestelle. Derlei Angaben mache man erst nach Erteilung der Baugenehmigung und etwa sechs Monate vor Inbetriebnahme des Gebäudes.

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