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Amateursport-Regelung: Freude und Skepsis in Niederbayern | BR24

© MEV/Karl Holzhauser

Fußball

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    Amateursport-Regelung: Freude und Skepsis in Niederbayern

    Nach der Entscheidung, dass der Regelspielbetrieb im bayerischen Amateursport ab 19. September wieder erlaubt ist, reagieren Fußballvereine aus Niederbayern mit gemischten Gefühlen: Bei vielen ist die Freude groß, manche sind auch skeptisch.

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    Viele niederbayerische Fußballvereine freuen sich über die Entscheidung des Kabinetts, dass sich Amateursportler ab dem 19. September wieder im Wettkampf messen dürfen und bis zu 400 Zuschauer erlaubt sind. Bei manchen Vereinen blickt man dem angekündigten Liga-Spielbetrieb aber auch mit großem Respekt entgegen. Vor allem wegen der Einhaltung des Hygeniekonzepts.

    SV Schalding sieht enormen Organisationsaufwand

    Michael Sonndorfer, Sportlicher Leiter und Stadionsprecher beim Regionalligisten SV Schalding, sieht darin einen enormen Organisationsaufwand, vor allem in der Reinigung der Umkleidekabinen. "Und dann dürfen sich die Mannschaften aber auch nicht über den Weg laufen", sagt Sonndorfer dem BR. 15 Mannschaften gehören zum Spielbetrieb beim SV Schalding-Heining. Ein ordentlich umgesetztes Hygienekonzept steigere auch die Kosten, so Sonndorfer. Und die würden beim SV Schalding-Heining mit seiner Vereinsgröße enorm hoch ausfallen.

    Fehlende Einnahmen trotz 400 Zuschauer

    Dass jetzt Zuschauer erlaubt sind, hilft dem Verein dabei nur mäßig, denn auch sie sind Teil des kostspieligen Hygienekonzepts. "Das mit den 400 Zuschauer ist ja schön und gut. Aber im Normalfall haben wir fast 400 Dauerkarten verkauft und 900 Zuschauer im Stadion. Da fehlt uns über die Hälfte der Einnahmen", so Sonndorfer.

    Freude in Ruhmannsfelden und Zwiesel

    Gelassener sieht man dem Start des Liga-Betriebs beim Bezirksligaverein SpVgg Ruhmannsfelden entgegen. Die Freude sei sehr groß, sagte der sportliche Leiter Alois Wittenzellner dem BR - nicht nur bei ihm, sondern auch bei den Spielern. Auch wenn man wisse, dass ein Hygienekonzept für Punktspiele Arbeit mit sich bringt.

    Auch die Amateurfußballer des Kreisligavereins SC Zwiesel begrüßen die Entscheidung der Regierung. Vorstand Thomas Kagerbauer sah eine Lockerung als dringend notwendig.

    "Dass der Wettkampfbetrieb starten kann ist eine Erleichterung, weil das jedem Sportler auf der Seele brennt, der zu Hause sitzt und wartet und wartet." Thomas Kagerbauer, Vorstand beim SC Zwiesel e.V.

    Ein Hygienekonzept soll es laut Kagerbauer schon geben, die Umsetzung mit Zuschauern werde noch besprochen.

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