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Altötting: PFOA-Gutachten zerstört Hoffnung auf Boden-Sanierung | BR24

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PFOA heißt ein Stoff, der womöglich Krebs auslösen kann. Aus einem Werk bei Burgkirchen an der Alz gelangte das Gift wohl jahrzehntelang in die Umwelt. Heute nun kam ein Gutachten auf den Tisch, wie gefährlich die Lage tatsächlich ist.

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Altötting: PFOA-Gutachten zerstört Hoffnung auf Boden-Sanierung

Den Altöttinger Kreisräten ist am Nachmittag das PFOA-Bodengutachten vorgestellt worden. Ergebnis: Die Chemikalie sei im Boden großflächig verbreitet, aber dadurch gehe keine Gefährdung aus. Eine flächendeckende Sanierung sei nicht möglich.

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Den Altöttinger Kreisräten ist heute Nachmittag das PFOA-Bodengutachten vorgestellt worden. Auch einige interessierte Bürger waren zur öffentlichen Sitzung im Landratsamt erschienen. Das Gutachten sollte Klarheit darüber geben, wie stark Boden und Grundwasser in der Region mit der möglicherweise Krebs erregenden Chemikalie belastet sind.

Fische laut Gutachten sicheres Lebensmittel

Das mit dem Gutachten beauftrage Umweltbüro stellt fest, dass PFOA (Perfluoroctansäure) im Boden zwar großflächig verbreitet sei, dadurch aber keine Gefährdung für die Bevölkerung ausgehe. Der Boden sei zwar belastet, aber nutzbar. Fische werden als sicheres Lebensmittel eingestuft, auch Futtermittel und pflanzliche Lebensmittel werden als sicher eingestuft, weil PFOA von Pflanzen schlecht aufgenommen werde.

PFOA-Belastung wird noch 15-20 Jahre steigen

Allerdings werde das Grundwasser vielerorts noch über Jahrzehnte die von der Trinkwasserkomission vorgegebenen Leitwerte überschreiten. Die höchsten Konzentrationen der Chemikalie seien nördlich des Werksgeländes im Industriepark Gendorf im Öttinger Forst festgestellt worden. Prognostiziert seien die höchsten Belastungen im Grundwasser in etwa 15 bis 20 Jahren zu erwarten. Die Gutacherin empfiehlt Filter für die Trinkwasseraufbereitung oder ein Konzept für eine komplett neue Trinkwasserverordnung.

Gutachten: flächenhafte Sanierung nicht möglich

Laut Gutachten muss ein Handlungskonzept zum Umgang mit PFOA-belastetem Boden erfolgen, Grundwasser, Oberflächengewässer und Boden müssten weiter überwacht werden. Grundwasser könne von der Bevölkerung für die Bewässerung ihrer Gärten genutzt werden. Auch der Erdaushub könne vor Ort wieder verwertet werden. Eine flächenhafte Sanierung sei allerdings nicht möglich.

40 Jahre lang wurde PFOA eingesetzt

PFOA wurde nach Angaben der Gutachterin Andrea Herch zwischen 1968 und 2008 in Gendorf eingesetzt. Für das Gutachten wurde ein Gebiet mit einer Fläche von fast 200 Quadratkilometern untersucht, es sei eine der größten Studien dieser Art. Es wurden etwa 600 Bodenproben bzw. über 1.000 Wasserproben genommen und untersucht.

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© BR / Christine Haberlander

Den Altöttinger Kreisräten ist am Nachmittag das PFOA-Bodengutachten vorgestellt worden. Ergebnis: Die Chemikalie sei im Boden großflächig verbreitet, aber dadurch gehe keine Gefährdung aus. Eine flächendeckende Sanierung sei nicht möglich.