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Altlasten auf BMI Gelände Landshut: Brunnen mit PCB verunreinigt | BR24

© BR/Harald Mitterer

Die Anwohner sind verunsichert - wie groß ist die Gefahr wirklich? In Landshut wurden im Boden des sogenannten BMI Geländes Rückstände eines möglicherweise krebserregenden Stoffes gefunden. In einer Infoveranstaltung wurden jetzt Details bekannt.

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Altlasten auf BMI Gelände Landshut: Brunnen mit PCB verunreinigt

Die Anwohner sind verunsichert - wie groß ist die Gefahr wirklich? In Landshut wurden im Boden des sogenannten BMI Geländes Rückstände eines möglicherweise krebserregenden Stoffes gefunden. In einer Infoveranstaltung wurden jetzt Details bekannt.

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In Landshut gibt es weiter Probleme mit Altlasten auf dem sogenannten BMI Gelände im Westen der Stadt. Dort ist das Grundwasser teilweise mit dem möglicherweise krebserregenden Stoff PCB belastet. Das haben neue Gutachten ergeben, die am Mittwoch bei einer Infoveranstaltung für die Bürger bekannt gegeben wurden.

Grundwasser nicht trinken

Die PCB-Werte im Grundwasser liegen nach den neuesten Messungen teilweise sogar über der amtlichen Stufe 2. Das sind 500 Nanogramm PCB pro Liter Wasser. Einige Grundbesitzer rund um das BMI Gelände dürfen das Grundwasser deshalb weiterhin nicht als Trinkwasser verwenden. Auch auf das Gießen von Gemüse und Gärten mit Wasser aus den eigenen Brunnen soll aus Gesundheitsgründen verzichtet werden. Die Stadt Landshut hat entsprechende Warnungen für einige Grundstücke rund um das Gelände herausgegeben.

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Die Infoveranstaltung zur PCB Belastung war gut besucht

Zukunft des Areals ungewiss

"Wir müssen unverzüglich handeln und haben die Empfehlungen der Gutachter an die Bürger weitergegeben. Man müsse aber auch noch abwarten, was die staatlichen Gesundheitsbehörden dazu sagen. Möglicherweise kann man dann noch nachjustieren", erklärt Bürgermeister Alexander Putz im Interview mit dem Bayerischen Rundfunk. Die gefährlichen Altlasten auf dem Gelände stammen von dem ehemaligen Kondensatorenhersteller Roederstein. Der jetzige Besitzer, die Bayerische Milchindustrie, wusste bei dem Kauf in den 1960er Jahren nichts von den Altlasten. Wie es jetzt mit der geplanten Wohnbebauung des 20.000 Quadratmeter großen Areals weitergeht, ist unklar.

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Die Anwohner sind verunsichert - wie groß ist die Gefahr wirklich? In Landshut wurden im Boden des sogenannten BMI Geländes Rückstände eines möglicherweise krebserregenden Stoffes gefunden. In einer Infoveranstaltung wurden jetzt Details bekannt.