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Alternativen zum Coffee-to-go-Becher | BR24

© Matthias Kohles

100 Prozent ohne Plastik: Der Kaffee-Becher der Kulmbacher Schüler.

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    Alternativen zum Coffee-to-go-Becher

    In Deutschland werden stündlich 320.000 Einwegbecher verbraucht. Die Suche nach papierfreien Alternativen läuft – auch in Franken. Kulmbacher Schüler haben nun ein originelles Pfandsystem für Kaffeebecher entwickelt.

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    Vier Schüler der 8. und 11. Klasse des Markgraf-Georg-Friedrich-Gymnasiums Kulmbach haben ein besonderes Pfandsystem entwickelt: Der Kunde kauft einmalig einen Mehrwegbecher mit einer Banderole, die dazu dient, sich die Finger nicht zu verbrennen. Diese ist gleichzeitig die "Pfandmarke". In teilnehmenden Cafés kann der Kunde nun seinen Becher jederzeit abgeben, er behält nur die Banderole. Zeigt er diese beim nächsten Kaffeekauf vor, erhält er einen sauberen Mehrwegbecher, gefüllt mit Kaffee.

    Auszeichnung für Schüler-Projekt

    Das Schüler-Projekt "HEIR - Hey, earth is not renewable" wurde nun als eines der drei besten Umweltprojekte des Wettbewerbs "Ressourcenkönige" in München ausgezeichnet. Das freut die 15- und 16-Jährigen sehr.

    "Dass wir gewonnen haben, zeigt, dass wir mit unserer Idee den Zeitgeist treffen. Wir hoffen, durch den Preis noch mehr in die Öffentlichkeit zu kommen, damit vielen Leuten klar wird, wie sehr Coffee-to-go-Becher der Umwelt schaden." Nicolas Landgraf, Schüler in Kulmbach

    Nun möchten die Gruppe die Kulmbacher Café-Besitzer überzeugen. Von 14 Anfragen wurden zwar erst drei beantwortet, darunter ist aber auch eine Bäckereikette. Das Interesse ist also schon mal geweckt und die Motivation der Schüler wächst. Finanziell werden die jungen Umweltschützer vom Förderkreis ihrer Schule und der Stadt Kulmbach unterstützt. Das Projekt soll sich über den Becherverkauf irgendwann selbst finanzieren.

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