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Endspurt zur Eröffnung: Regensburger Museum zeigt neue Exponate | BR24

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In sechs Wochen eröffnet das neue Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Am Mittwoch wurden neue Ausstellungsstücke vorgestellt. Kunstminister Bernd Sibler kam zu Besuch, um sich einen Eindruck vom neuen Museum zu machen.

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Endspurt zur Eröffnung: Regensburger Museum zeigt neue Exponate

In sechs Wochen eröffnet das neue Museum der Bayerischen Geschichte in Regensburg. Am Mittwoch wurden neue Ausstellungsstücke vorgestellt. Kunstminister Bernd Sibler kam zu Besuch, um sich einen Eindruck vom neuen Museum zu machen.

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Die Vorbereitungen für die Eröffnung des Museums der Bayerischen Geschichte in Regensburg laufen derzeit auf Hochtouren. Am 5. Juni soll das Haus offiziell für Besucher seine Türen öffnen. Bereits an diesem Mittwoch verschaffte sich Wissenschafts- und Kunstminister Bernd Sibler (CSU) einen ersten Überblick.

Besucher können auf den ehemaligen Landtagssitzen Platz nehmen

Im Museum ist bereits die frühere Rednertribüne samt einem Teil der alten Abgeordnetenstühle aus dem Plenarsaal des Bayerischen Landtags aufgebaut. Künftig können sich die Besucher dort niederlassen und an Abstimmungen beteiligen. Dafür ausgesucht wurden drei historische politische Debatten: Die Abstimmung über das Grundgesetz 1949, das Kruzifixgesetz 1995 und das Nichtraucherschutzgesetz 2009. Ein Computer erfasst die aktuellen Meinungen und stellt sie in den Vergleich zu den einst erfolgten Entscheidungen.

© HDBG / Uwe Moosburger

Ab dem 5. Juni können sich die Besucher auf den Landtagssitzen niederlassen und an Abstimmungen beteiligen.

Landtagssitze galten als verschollen

2007 war der alte Parlamentssaal umgebaut worden. Danach habe das Gestühl als verschollen gegolten, sagte der Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, Richard Loibl. In einer Bauernscheune im Chiemgau sei dieser nun zu sehende Teil wieder aufgetaucht. Sibler sagte, er selbst habe als junger Abgeordneter 1999 an dem Pult seine erste Rede im Parlament gehalten.

Laut Loibl sei das Besondere am Museum, dass die bayerische Geschichte auf 2.500 Quadratmeter auf einer Ebene dargestellt werden könne. Die Architektur mache es möglich, dass selbst solch hohe Exponate wie der Wandteppich dort ihren Platz finden könnten. Der Wandteppich misst sieben mal sieben Meter.

© HDBG / Uwe Moosburger

Richard Loibl, Direktor des Hauses der Bayerischen Geschichte, und Kunstminister Bernd Sibler vor dem früheren Landtagsteppich.

Flotte bayerischer Automobil-Ikonen

Das Wirtschaftswunder der 1950er Jahre wird dabei durch eine ganze Flotte bayerischer Automobil-Ikonen repräsentiert: Vom Goggomobil über den roten "Spatz" der Victoria-Werke Nürnberg bis hin zum BMW-Barockengel, in dem einst Ministerpräsident Alfons Goppel chauffiert wurde, reicht dabei die Palette. Dahinter findet sich eine Landkarte, die jene italienischen Sehnsuchtsorte hinter dem Brenner zeigt, in die die Bayern noch immer gerne in den Urlaub fahren.

© HDBG / Uwe Moosburger

Bald dürfen - wie heute Minister Sibler - auch die Besucher eine virtuelle Zeitreise im Goggomobil erleben.

Freier Eintritt im Juni

Am 4. Juni wird das Museum der Bayerischen Geschichte nach vier Jahren Bauzeit feierlich eröffnet. Der erste Museumstag ist der 5. Juni. Im ersten Monat, bis zum 30. Juni, ist der Eintritt ins Museum frei. Das Museum zeigt die Geschichte Bayerns von 1800 bis heute.