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Altenpfleger vor Gericht: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen | BR24

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Im Prozess um drei Altenpfleger, die sich wegen Mordes durch Unterlassen vor Gericht verantworten müssen, bleibt die Staatsanwaltschaft dabei: Sie fordert vor dem Landshuter Landgericht Haftstrafen zwischen 2,5 und 3,5 Jahren.

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Altenpfleger vor Gericht: Staatsanwaltschaft fordert Haftstrafen

Im Prozess um drei Altenpfleger, die sich wegen Mordes durch Unterlassen vor Gericht verantworten müssen, bleibt die Staatsanwaltschaft dabei: Sie fordert vor dem Landshuter Landgericht Haftstrafen zwischen 2,5 und 3,5 Jahren.

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Weil sie einem Bewohner aus Versehen die falschen Medikamente verabreicht und das auch noch vertuscht haben sollen, stehen in Landshut drei Altenpfleger vor Gericht. Der Staatsanwalt bleibt dabei: Er forderte vor dem Landshuter Landgericht, die drei angeklagten Altenpfleger wegen Mordes durch Unterlassen zu verurteilten.

Tod des Patienten billigend in Kauf genommen

Die beiden 45 und 58 Jahre alten Frauen sowie der 35 Jahre alte Mann hätten als Pfleger den Tod des 65-jährigen Bewohners billigend in Kauf genommen, weil sie ihm aus Versehen die falschen Medikamente verabreicht und danach nicht richtig gehandelt hätten.

Staatsanwalt fordert Haftstrafen

Der Staatsanwalt fordert deshalb Haftstrafen zwischen 2,5 und 3,5 Jahren. Das entscheidende Strafbare sei ihr "Nicht-Handeln" gewesen, so die Staatsanwaltschaft. Statt die Verwechslung der Medikamente sofort zu dokumentieren und einen Arzt hinzuzuziehen, hätten die Angeklagten versucht, den Vorfall zu vertuschen.

Patient starb nach Verabreichung der falschen Medikamente

Die Verteidiger hingegen plädieren auf Freispruch; die Urteile stehen noch aus. Der 65 Jahre alte schwer krebskranke Heimbewohner starb eine Woche nach der Verabreichung der falschen Medikamente.