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Klaus-Peter Murawski ist neuer BN-Chef in Nürnberg

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    Alt-Bürgermeister neuer Chef des Bund Naturschutz in Nürnberg

    Der Bund Naturschutz in Nürnberg hat einen neuen Chef. Die Mitglieder wählten Klaus-Peter Murawski als Nachfolger von Otto Heimbucher. Murawski hat seine politische Karriere in Nürnberg begonnen. Nun startet der Alt-Bürgermeister neu durch.

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    Michael ReinerMichael ReinerStanislaus KossakowskiStanislaus Kossakowski
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    Die Abstimmung war eindeutig. Mit großer Mehrheit – bei nur drei Gegenstimmen – wählten die mehr als hundert Teilnehmenden der Mitgliederversammlung Klaus-Peter Murawski zum neuen Vorsitzenden der Nürnberger Kreisgruppe des Bund Naturschutz (BN). Zuvor hatte von 2013 an CSU-Mitglied Otto Heimbucher den Umweltverband geführt.

    Murawski war rechte Hand des Ministerpräsidenten Kretschmann

    Heimbuchers Nachfolger Klaus-Peter Murawski ist in Nürnberg kein Unbekannter. Der inzwischen 71-Jährige saß zuerst für die FDP, dann für die Grünen im Stadtrat. Im Jahr 1992 wählte ihn der Stadtrat zum Gesundheitsbürgermeister. Nach vier Jahren gab der Grünen-Politiker sein Amt in Nürnberg auf, wurde Alt-Bürgermeister und wechselte nach Stuttgart. Dort war er in der Stadtverwaltung als Bürgermeister unter anderem für die Krankenhäuser zuständig. Später machte Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) Murawski zum Chef seiner Staatskanzlei. Der "Strippenzieher" wurde nach Beobachtung der Stuttgarter Polit-Szene zu einem der wichtigsten Vertrauten und – Insidern zufolge – zum Einflüsterer des Ministerpräsidenten.

    Neuer BN-Chef will "keine parteipolitische Brille" aufsetzen

    Vor drei Jahren legte Murawski, der die ganze Zeit in Nürnberg wohnen blieb, sein Amt als Staatskanzleichef krankheitsbedingt nieder. Nun hat der vormalige Berater des baden-württembergischen Ministerpräsidenten wieder ein Amt in seiner Heimat: Murawski ist Chef der rund 8.500 BN-Mitglieder in Nürnberg. Er wolle in dieser Funktion keine parteipolitische Brille aufsetzen, sagte das Grünen-Mitglied im Vorfeld. Ihm gehe es um konstruktive Lösungen für die Natur und den Naturschutz in Nürnberg.

    Frankenschnellweg und ICE-Werk sind große Themen

    Ein Thema wird der hochumstrittene Ausbau des Frankenschnellwegs im Stadtgebiet sein. Der BN-Kreisverband hat sich in einer Mitgliederbefragung im April 2021 gegen einen mit der Stadt Nürnberg ausgehandelten Kompromiss ausgesprochen. Damit läuft die Verbandsklage gegen den kreuzungsfreien Ausbau der autobahnähnlichen Straße weiter. So wird der Kampf gegen das millionenschwere Tunnelprojekt auch den neuen Vorsitzenden beschäftigen. Murawski hat aber auch die Region im Blick. Nämlich wenn es um einen Standort für das geplante ICE-Werk der Deutschen Bahn im Raum Nürnberg geht. Der neue BN-Mann bekennt sich dazu, den Bannwald schützen zu wollen. Die bisherigen Standortvorschläge lehnt er ab. Murawski erklärte, er halte derzeit nach einem Alternativ-Standort Ausschau.

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