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Symbolbild Insolvenz

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    Allmilmö in Zeil meldet Insolvenz an

    Allmilmö steht möglicherweise vor dem Aus: Die La-Cour-Gruppe mit Sitz in Schweinfurt hat für drei ihrer Tochterfirmen, darunter den Zeiler Küchenhersteller, Insolvenzantrag gestellt. Insgesamt sind 300 Mitarbeiter betroffen, davon 150 bei Allmilmö.

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    Das bestätigte der vorläufige Insolvenzverwalter, Rechtsanwalt Dr. Hubert Ampferl aus Nürnberg, dem Bayerischen Rundfunk. Die Belegschaft sei im Rahmen von Betriebsversammlungen umfassend über die aktuelle Lage informiert worden, Löhne und Gehälter seien bis Ende April über das Insolvenzgeld gesichert.

    Ampferl will in den nächsten Wochen gemeinsam mit der Geschäftsleitung eine Sanierungslösung erarbeiten und damit den Geschäftsbetrieb sowie die Arbeitsplätze erhalten. Das erste Ziel sei es, den Geschäftsbetrieb zu stabilisieren. Anschließend will Ampferl in die Investorensuche einsteigen: "Man braucht jemanden, der das Unternehmen nach vorne führt."

    Branche mit hohem Wettbewerbsdruck

    Der Rechtsanwalt beschreibt die Küchenbranche als sehr schwierige und anspruchsvolle Branche: "Fünf große Hersteller dominieren den Markt. Und dann gibt es noch etwa zehn kleine Premium-Hersteller, darunter Allmilmö, die teilen die restlichen 20 bis 25 Prozent unter sich auf." Entsprechend würde sich das Zeiler Möbelwerk in einem Marktumfeld bewegen, in dem hoher Wettbewerbs- und damit auch Kostendruck herrsche. Zum Vergleich: Allmilmö stellt nach Ampferls Angaben etwa 5.000 Küchen im Jahr her, die Firma Nobilia etwa 2.500 am Tag.

    Wie hoch das Defizit ist, will Ampferl derzeit noch nicht genau beziffern, "nur so viel: Sie arbeiten seit geraumer Zeit defizitär." Neben Allmilmö sind auch die La-Cour-Töchter Zeyko (München) und Nolff (Baden-Württemberg) betroffen.