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Allgäuer Winterbilanz: "kurz und heftig" | BR24

© BR/Rupert Waldmüller

Verwüstungen im Wald durch Schnee

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Allgäuer Winterbilanz: "kurz und heftig"

Bis Anfang Januar hat es kaum geschneit, in den Wochen danach ist im Allgäu in kurzer Zeit überdurchschnittlich viel Schnee gefallen. Für die Straßenmeistereien, Feuerwehren und das Technische Hilfswerk bedeutete das arbeitsintensive Wochen.

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"Kurz und heftig", so fasst Wolfgang Wetzel von der Straßenmeisterei Lindenberg den Allgäuer Winter 2018/2019 zusammen und spricht vielen damit aus der Seele. In den nördlicheren Landkreisen Schwabens dagegen gab es kaum schnee- bzw. winterbedingte Einsätze, die über das normale Maß hinausgingen.

Aufräumarbeiten im Wald laufen derzeit

Derzeit laufen noch die Aufräumarbeiten im Wald: Durch den vielen Schnee in kurzer Zeit sind vor allem in vielen Allgäuer Wäldern Bäume umgestürzt sowie Wipfel und Äste abgebrochen. Zum Schutz vor Borkenkäfern müssen die nun so schnell wie möglich beseitigt werden.

Landkreis Oberallgäu

Im Landkreis Oberallgäu haben die Straßenmeistereien Kempten und Sonthofen etwas mehr Streusalz benötigt als in den Jahren zuvor – insgesamt etwa 5.954 Tonnen. Die Kosten für den Winterdienst belaufen sich nach Angaben des Landratsamtes auf rund 1,35 Millionen Euro. Das sind etwa 150.000 Euro mehr als im Winter 2017/2018. Vor allem der Januar war besonders arbeitsintensiv. "Die Straßenmeisterei musste mit Schneebruch, Verwehungen und Schneehöhen bis zu 2,40 Meter im oberen Höhenbereich und unterhalb der Schneegrenze mit Nassschnee und Überschwemmungen zurechtkommen", sagt Andreas Kaenders, Pressesprecher des Landratsamtes Oberallgäu.

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Weitere Information zur Verweildauer

© BR/Viktoria Wagensommer

Noch liegt in vielen Orten im Allgäu Schne. Jann Oetting, Leiter des Forstbetriebs Sonthofen, zieht dennoch schon mal eine Bilanz des Winters. Sein Fazit: Es war ein deutlich schneereicherer Winter als in den Vorjahren.

Landkreis Ostallgäu

"Die Schnee-Ereignisse im Januar haben den Landkreis Ostallgäu nicht überdurchschnittlich belastet", teilt der Ostallgäuer Kreisbrandrat Markus Barnsteiner mit. Im Zeitraum vom 7. bis 17. Januar 2019 mussten landkreisweit nur 32 Einsätze bedingt durch den Schnee abgearbeitet werden.

Landkreis Lindau

"Wir waren im Dauereinsatz und haben im Schichtbetrieb gearbeitet", berichtet Wolfgang Wetzel von der Straßenmeisterei Lindenberg. Besonders hart getroffen hat es den tiefer gelegenen Teil des Landkreises, das Bodenseebecken. "Dort ist vor allem am 6. Januar 2019 überdurchschnittlich viel neuer, schwerer Schnee gefallen. Da war die Verkehrssicherheit durch umstürzende Bäume zeitweise in Gefahr." Bis heute muss die Straßenmeisterei Lindenberg deshalb kaputte Bäume fällen und wegräumen. Große Mehrkosten erwartet Wetzel für den Winter allerdings nicht.

Region Kempten

Das Technische Hilfswerk der Region Kempten spricht von einer "Ausnahmesituation". Knapp 10.500 Stunden waren die Helfer im Einsatz. Was daran liegt, dass die Allgäuer auch außerhalb Schwabens geholfen haben – zum Beispiel in den Landkreisen Traunstein, Garmisch-Partenkirchen oder Berchtesgaden. Kostenpunkt: 78.000 Euro.