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Allgäuer Tierskandal: Landwirte klagen gegen Haltungsverbot | BR24

© Bayerischer Rundfunk 2020

Kontrollen bei Rinderbetrieb in Dietmannsried

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    Allgäuer Tierskandal: Landwirte klagen gegen Haltungsverbot

    "Dramatische Zustände" fanden Kontrolleure in den Ställen einer Rinderzucht im Oberallgäu. Den Betreibern wurde daraufhin verboten, Rinder zu halten. Nun klagen die Betroffenen dagegen. Ein Termin steht bereits fest.

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    Drei Rinderhalter aus dem Allgäu klagen gegen ein behördliches Halteverbot für Kühe. Wie das Verwaltungsgericht in Augsburg am Donnerstag mitteilte, wird am 31. März die Klage der Landwirte aus Dietmannsried verhandelt. Das Landratsamt Oberallgäu hatte im Januar den Klägern, einem Ehepaar und dessen volljährigem Sohn, nach mehreren Kontrollen auf dem Hof das Halten und Betreuen von Rindern untersagt.

    Kranke und unterernährte Rinder

    Der Sprecher der Kreisbehörde in Sonthofen hatte damals erklärt, dass Kontrolleure in den Ställen "dramatische Zustände" vorgefunden hätten. Zahlreiche der 480 Milchkühe und 100 Kälber seien krank oder unterernährt, etwa jedes zweite Tier habe wegen mangelhafter Haltung Klauenprobleme. Insgesamt hätten "unhaltbare hygienische Umstände" geherrscht.

    Vorwürfe gegen mehrere Allgäuer Höfe

    Seit Monaten gibt es im Allgäu Verstöße gegen den Tierschutz, mehrere Höfe sind davon betroffen. Bei den Staatsanwaltschaften laufen dazu auch mehrere Ermittlungsverfahren. In dem Allgäuer Tierschutz-Skandal wurde in dem nun bei Gericht liegenden Fall erstmals ein Tierhaltungsverbot ausgesprochen.

    Rinderhaltung soll aufgelöst werden

    Das Landratsamt hatte die Bauern aufgefordert, bis Mitte März die Rinderhaltung aufzulösen. Aufgrund der Klage haben sich die Behörde und die Landwirte darauf verständigt, vorläufig den Hof von einem anderen Bauern bewirtschaften zu lassen.