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Allgäuer Senner im Winter: Per Ski zum Käse auf die Alpe | BR24

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Ein junger Senner von der Sennalpe Breitengehren, der jetzt im Winter nur auf Tourenskiern zu seinem Käse ins Rappenalptal kommt. Er ist jeweils einfach eine Stunde unterwegs - und dann noch ein, zwei Stunden Käse pinseln.

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Allgäuer Senner im Winter: Per Ski zum Käse auf die Alpe

Raclette, Gratin, Kässpatzen – im Winter darf es gern mal ein deftiges Essen mit Bergkäse sein. Im Käsekeller auf der Alpe Breitengehren bei Oberstdorf werden die Laibe gepflegt, auch im Winter. Der Senner kommt dann nur noch per Ski auf seine Alpe.

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Eine Stunde muss Roman Jäckle durch das tief verschneite Rappenalptal mit Skiern aufsteigen, um zu den Käselaiben auf der Sennalpe Breitengehren zu gelangen. Im Tal hat der 25-Jährige nicht genügend Platz. Daher lagert der wertvolle Käse im optimalen Reifeklima feucht und kühl auf der Alpe.

Jeder Laib muss eingerieben werden

Die Rinde der je 30 kg schweren Käselaibe muss regelmäßig eingerieben werden, damit der Käse keine Risse oder Löcher bekommt. Jeden einzelnen Laib hievt der Senner aus dem Regal und schmiert ihn mit Wasser aus dem nahe gelegenen Bergbach ein. So entsteht mit der Zeit ein geschmackvoller Käse, mit dem sich Allgäuer Kässpatzen oder ein feines Raclette zubereiten lassen.

Viel Arbeit und ein Traumberuf mit Aussicht

Einen Laib nimmt er mit ins Tal, er halbiert ihn und verschnürt ihn auf der Trage. Mit der Kraxe auf dem Rücken und vielen Kilos Käse geht es dann ins Tal. Viel Arbeit ist das und jedes Mal ein mühevoller Aufstieg und eine beschwerliche Abfahrt. Doch das nimmt Roman Jäckle gern in Kauf. Schon allein wegen der schönen Lage seines Arbeitsplatzes. Senner, das war schon immer sein Traumberuf.