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Allgäuer Landtagsabgeordneter bemängelt Teststrategie an Schulen | BR24

© dpa-Bildfunk/Kay Nietfeld

Laut Spitzer braucht es endlich ein schlüssiges Konzept für die ganze Schulfamilie mit regelmäßigen Schnelltestungen.

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    Allgäuer Landtagsabgeordneter bemängelt Teststrategie an Schulen

    Mit der Organisation der Tests seien die Schulen alleine gelassen worden: Der Allgäuer Landtagsabgeordnete Dominik Spitzer bemängelt die Teststrategie an bayerischen Schulen. Regelmäßige Spucktests seien bei einer Öffnung dringend erforderlich.

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    Von
    • Alexander Brutscher

    Dominik Spitzer, Gesundheits- und pflegepolitischer Sprecher der FDP-Fraktion im Bayerischen Landtag und auch Hausarzt, bemängelt die derzeitige Teststrategie an bayerischen Schulen. Eine Öffnung der Grundschulen ab Montag werde nun zwar allgemein herbeigesehnt - allerdings habe es an mehreren Schulen Probleme bei der Organisation von Reihentestungen für Lehrkräfte gegeben.

    Spitzer: Schulen wurden mit Teststrategie alleine gelassen

    Bayerns Ministerpräsident Markus Söder twitterte vor wenigen Tagen: "Die Schulen sind kein Versuchslabor. Deswegen gilt: Ein langsamer Start mit guten Testkonzepten." Von diesen Testkonzepten habe er in der Praxis allerdings absolut nichts mitbekommen, so Spitzer: "Die Schulen wurden – wie so oft – mit der Organisation der Reihentestungen alleine gelassen."

    Außerdem gebe es keinerlei Vorgabe dafür, dass die Reihentests in regelmäßigen Abständen zu erfolgen hätten. Ein einmaliger Abstrich zu Schulanfang bringe seiner Ansicht nach kaum Sicherheit.

    Ohne schlüssiges Testkonzept sieht Spitzer Corona-Strategie scheitern

    Es brauche endlich ein schlüssiges Konzept für die ganze Schulfamilie mit regelmäßigen Schnelltestungen – "am besten per Spucktest und mehrmals in der Woche", wie es in der Mitteilung Spitzers weiter heißt. Die Staatsregierung müsse so schnell wie möglich nachlegen, "damit der Schulstart unser aller Bemühungen, die Zahlen nach unten zu drücken, nicht gefährdet", so der Landtagsabgeordnete.

    Auch ein Augsburger Bundestagskandidat kritisiert die Teststrategie

    Auch der Augsburger FDP-Bundestagskandidat Alexander Meyer hat die mangelhafte Vorbereitung durch die Bayerische Staatsregierung kritisiert. "Ministerpräsident Söder und sein Kultusminister Piazolo haben es versäumt, für lückenlose Corona-Tests an den Schulen zu sorgen und lediglich eine halbherzige Teststrategie vorgelegt, die nun die Schulleitungen kurzfristig organisieren sollen", heißt es in der Pressemitteilung. Die vom Gesundheits- und Kultusministerium entwickelten Angebote hält Meyer für völlig unzureichend: "Die so genannte 'Bayerische Teststrategie' läuft darauf hinaus, dass der Staat die Kosten übernimmt, wenn sich Lehrer und Schüler in den existierenden Testzentren oder in Arztpraxen freiwillig auf Corona testen lassen. Das ist keine Strategie, sondern ein praxisfernes Alibi-Papier." Er fordert "die Durchführung von Corona-Tests direkt vor Unterrichtsbeginn und die Kostenübernahme durch den Staat", so Meyer.

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