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Karte mit Zugstrecken im Allgäu
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Autoren

Florian Regensburger
Mario Kubina
Roswitha Polaschek
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Karte mit Zugstrecken im Allgäu

Die Sorge der Kommunen hat einen konkreten Grund: Da südlich der Strecke München-Lindau nur dieselbetriebene Züge fahren, soll etwa die Hälfte der Direktverbindungen aus Füssen, Kempten, Marktoberdorf oder Kaufbeuren nach München Ende 2020 wegfallen. Dann steht ein Fahrplanwechsel an.

Allgäuer könnten das Nachsehen haben

Die Bayerische Eisenbahngesellschaft, die die Fahrpläne macht, begründet das mit ökonomischen und ökologischen Vorteilen. Doch während die elektrisch betriebenen Züge günstiger fahren und weniger Abgase in die von Feinstaub geplagte Landeshauptstadt bringen, könnten Bahnfahrer aus dem Allgäu das Nachsehen haben: Tausende Pendler müssten sich darauf einstellen, in Zukunft zeitaufwendig in Buchloe umzusteigen, sagte Stefan Bosse, Kaufbeurer Oberbürgermeister und Vorsitzender des Regionalen Planungsverbands Allgäu, dem BR.

Übergabe der Resolution "Pro Schiene im Allgäu"

Heute Abend übergaben die Allgäuer Kommunen bei einer Bahnkonferenz in Augsburg eine “Resolution Pro Schiene im Allgäu” an den bayerischen Verkehrsminister Hans Reichhart. Unter den Vorschlägen sind neben dem Erhalt von mehr Direktverbindungen auch die Kopplung von Zügen oder Pilotprojekte mit hybriden, emissionsarmen Antrieben.