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Allgäuer Kliniken sehen sich gut gerüstet für Corona-Patienten | BR24

© picture-alliance/dpa

In den Kliniken im Allgäu gibt es aktuell keine Kapazitätsprobleme (Symbolbild).

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    Allgäuer Kliniken sehen sich gut gerüstet für Corona-Patienten

    Die zweite Corona-Welle bringt viele Krankenhäuser an die Grenze ihrer Kapazitäten. Auch im Allgäu gibt es zwar mehr Fälle, aber die Kliniken sind nicht überlastet. Allerdings werden immer mehr geplante Operationen verlegt.

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    Auch im Allgäu steigt die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Patienten – der ärztliche Leiter für die Region, Gerhard Zipperlen, sieht derzeit aber keinen Anlass zur Sorge. Er beobachte die aktuelle Entwicklung der Corona-Infektionen im Allgäu und darüber hinaus genau, erklärte Zipperlen im Gespräch mit dem BR. Er sei laufend in Kontakt mit den Versorgungsärzten und Kliniken in den drei von ihm betreuten Landkreisen Lindau, Ober- und Ostallgäu.

    Weitgehend regulärer Betrieb trotz höherer Corona-Zahlen

    Nach den Worten des ärztlichen Leiters hat die Region aus dem Lockdown im Frühjahr und den dabei ergriffenen Maßnahmen und Plänen viel gelernt. Dieses Wissen komme jetzt zur Anwendung. Die Zahl der Infizierten und Covid-19-Patienten im Krankenhaus ist zwar höher als im Frühjahr – dennoch sei die Lage in den Kliniken eine andere, so Zipperlen. Der reguläre Betrieb kann seinen Angaben zufolge weitgehend aufrechterhalten werden.

    Terminverschiebungen bei OPs

    Auch in der Region werden aber immer mehr planbare Operationen aufgeschoben oder vorläufig abgesagt, um Intensiv- und Bettenkapazitäten freizuhalten. Seit dem Frühjahr wüssten alle, dass man schnell auf eine sich verändernde Situation reagieren könne, betont Zipperlen.

    Hundert freie Intensivbetten in der Region

    Aus den aktuellen Daten des DIVI-Intensivregisters geht hervor, dass in den Landkreisen Lindau, Oberallgäu und Ostallgäu mit den Städten Kempten und Kaufbeuren derzeit 18 Menschen wegen einer Covid-19-Erkrankung auf der Intensivstation behandelt werden. Insgesamt stehen in den Kliniken der Region 118 Intensivbetten zur Verfügung. Das DIVI-Intensivregister listet täglich aktualisiert die Belegungssituation intensivmedizinischer Bereiche der Krankenhaus-Standorte in Deutschland auf.

    Lage im Augsburger Uniklinikum angespannt

    In anderen Regionen Schwabens ist die Situation angespannter. Im Universitätsklinikum Augsburg werden aktuell mehr als 140 Corona-Patienten auf Normal- oder Intensivstationen behandelt. Nach Angaben des ärztliche Direktors, Professor Michael Beyer, ist die Klinik sehr nah an ihrer Kapazitätsgrenze. Unter anderem wegen krankheitsbedingten Personalengpässen arbeiten dort mittlerweile Rettungssanitäter und medizinische Fachangestellte der Bundeswehr mit.

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