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Allgäuer Kliniken hoffen auf Rückkehr zum Normalbetrieb | BR24

© picture-alliance/dpa

Die Kliniken im Allgäu hoffen darauf, trotz Corona-Pandemie bald wieder zu einer Art Normalität zurückkehren zu können.

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    Allgäuer Kliniken hoffen auf Rückkehr zum Normalbetrieb

    Verschobene Operationen, freigehaltene Betten: Die Kliniken arbeiten wegen des Coronavirus weiterhin im Krisenmodus. Das bringt allerdings wirtschaftliche Probleme. Im Allgäu bereiten die Verantwortlichen die Rückkehr zu einem "gewissen Alltag" vor.

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    Wegen der Corona-Pandemie sind vor Wochen vorsichtshalber in ganz Deutschland Operationen in vielen Kliniken gestrichen worden. Etliche Häuser wurden – von Notfällen abgesehen – geräumt, auch im Allgäu. Die Krankenhäuser und Reha-Kliniken dort würden gerne wieder in den Normalbetrieb zurückkehren. Die Verluste durch leerstehende Betten und verschobene Operationen sind nämlich enorm. Wie hoch genau, will noch niemand beziffern.

    Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums

    Vor gut einer Woche nun hat das Bundesgesundheitsministerium den Ländern empfohlen, dass die Krankenhäuser nur noch 25 Prozent der Intensivbetten für Corona-Patienten freihalten müssen. Außerdem sollen auch wieder bis zu 70 Prozent der Operationen möglich sein. Andererseits sollten die Kliniken aber auch in der Lage sein, bei einem sprunghaften Anstieg der Corona-Infektionszahlen weitere Intensiv- und Beatmungskapazitäten zu organisieren – und zwar innerhalb von 72 Stunden. Angesichts dieser Vorgaben wird es wohl noch dauern, bis die Krankenhäuser wieder im Normalbetrieb wie in Zeiten vor der Pandemie arbeiten.

    Wie viel Klinik-Alltag ist möglich?

    Es geht daher eher um die Rückkehr zu einem "gewissen Alltag", sagt Marc-Michael Ventzke. Er ist einer von zwei Corona-Koordinatoren der beiden Leitstellenbezirke Allgäu und Donau-Iller. Wie sein Kollege Gerhard Zipperlen aus Kempten macht er sich Gedanken darüber, wie viel Alltag und Routine angesichts der Empfehlungen des Bundesgesundheitsministeriums möglich sind. Zipperlen nennt es eine Gratwanderung. Sollte es doch wieder mehr Corona-Patienten geben, muss schließlich dafür gesorgt sein, dass die notwendige Zahl an Behandlungsplätzen zur Verfügung steht. Den Zeitplan für die Rückkehr zum Alltag legen nicht die einzelnen Kliniken fest, sondern die Staats- und die Bezirksregierung.

    Acht Corona-Schwerpunktkliniken im Allgäu

    In den vergangenen Wochen wurden in den beiden Leitstellenbezirken Allgäu und Donau-Iller insgesamt acht Krankenhäuser zu Corona-Schwerpunktkliniken erklärt. Sie befinden sich in Lindenberg, Kaufbeuren, Kempten, Immenstadt, Füssen, Günzburg, Memmingen und Weißenhorn.

    Freie Betten wurden nicht für Corona-Patienten benötigt

    Darüber hinaus mussten alle anderen Häuser, darunter auch Reha-Kliniken, Kapazitäten für Corona-Patienten freiräumen. Benötigt wurden die freien Betten nicht. Zum Glück, darin sind sich die beiden Allgäuer Corona-Koordinatoren Ventzke und Zipperlen einig. Die Lage habe sich etwas beruhigt: „Wir haben gelernt, wie wir schnell reagieren und was wir aktivieren können“, so Zipperlens Zwischenfazit.