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Allgäuer Hornochsen: ausgezeichnetes Modellprojekt | BR24

© BR/Rupert Waldmüller

Überzählige Kälber von Muilchkühen sollen in der Region bleiben, das hat sich das Modellprojekt "Allgäuer Hornochsen als Ziel gesetzt.

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    Allgäuer Hornochsen: ausgezeichnetes Modellprojekt

    Kleine Kälbchen - große Probleme: Um Milch zu geben, müssen Kühe jährlich kalben, dadurch sind oft zu viele Kälber auf dem Markt. Das Projekt "Allgäuer Hornochsen" versucht eine Lösung zu finden.

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    Fünf Biobauern haben sich im Allgäu zum Projekt " Allgäuer Hornochse" zusammengeschlossen. Ihr Ziel: Gemeinsam verhindern, dass überzählige Kälber aus Bio-Betrieben in konventionellen Mastbetrieben landen und dafür auch noch weit transportiert werden müssen. Allein auf den Oberallgäuer Biobauernhöfen werden jedes Jahr 8.000 Kälber mehr geboren als die Bauern auf ihren Höfen halten können. Bislang werden die in der Regel nach Norddeutschland oder ins Ausland verkauft. Das Projekt will sich dafür einsetzen, dass die Tiere in der Region bleiben.

    Überzählige Kälber bleiben im Allgäu

    "Wir wollen einfach, dass unsere Kälber hier bleiben, dass sie hier ein schönes Leben haben und nicht in der Intensiv-Mastanlage groß wachsen", sagt Bäuerin Beate Reisacher. Die überzähligen Kälber der "Allgäuer Hornochsen" nehmen Bio-Mastbetriebe aus der Region den Milchbauern ab. Die Bauern setzen bewusst auf Rassen, die für die Milch- und die Fleischproduktion geeignet sind. Damit auch die männlichen Kälber nicht zum ungeliebten Nebenprodukt werden.

    Hochwertiges Fleisch von "Allgäuer Hornochsen"

    Nicht nur die Kälber – auch die Kühe sollen sich bei den "Allgäuer Hornochsen" richtig wohl fühlen. So oft wie möglich sind die Tiere auf der Weide und im Stall bekommen sie ausschließlich Bio-Futter, reines Heu und Grummet. Silage oder Kraftfutter gibt es nicht. Das wirkt sich nach Aussage der Bauern auf die Qualität des Fleisches aus. Auch die richtige Verarbeitung beim kleinen regionalen Schlachter gehört zur Philosophie bei den "Allgäuer Hornochsen".