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Alles deutet auf tragisches Unglück hin | BR24

© Benjamin Liss

Rettungskräfte an den Buchenegger Wasserfällen

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    Alles deutet auf tragisches Unglück hin

    Bei ihren Ermittlungen zum Tod der beiden Wanderer in den Buchenegger Wasserfällen im Oberallgäu geht die Polizei weiterhin von einem Unfall aus. Ein 17-jähriger Flüchtling und ein 31-jähriger Betreuer waren gestern ertrunken. Von Richard Schlosser

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    Das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West in Kempten hat keine Hinweise, dass der Jugendliche aus Übermut ins Wasser sprang. Unklar ist, ob er und sein Betreuer sich im Fallen oder beim Aufprall aufs Wasser verletzten und sich deshalb nicht retten konnten. Denkbar ist laut Polizei auch, dass sie von Strömungen und Strudeln unter die Wasseroberfläche gedrückt wurden und ertranken.

    In diesem Bereich der Wasserfälle gibt es Gumpen, in denen Umwälzungen und Strudel entstehen, die für Menschen zur Gefahr werden können. Allerdings handelt es sich nach Auskunft der Polizei nicht um einen besonders gefährlichen oder durch Unfälle auffälligen Bereich. Im vergangenen Jahr ereignete sich dort laut Polizei kein einziger Unfall, 2014 war eine Amerikanerin ebenfalls tödlich verunglückt.

    Ein Helfer leicht verletzt

    Die zehnköpfige Gruppe mit minderjährigen Flüchtlingen aus dem Oberallgäu im Alter zwischen 14 und 18 Jahren war auf dem Wanderweg unterwegs. Zur Absturzstelle führt ein Trampelpfad weg vom gesicherten Wanderweg zur Hang- oder Felskante, an der das Unglück passiert ist. Nach Einschätzung der Polizei ist der 31-jährige Betreuer wohl spontan hinterher gesprungen, um seinen Schützling zu retten.

    Zwei zufällig vorbeikommende Wanderer waren ebenfalls ins Wasser gesprungen und hatten vergeblich versucht, Hilfe zu leisten. Ein 23-Jähriger aus München konnte sich unverletzt in Sicherheit bringen, sein Begleiter erlitt leichtere Verletzungen und eine Unterkühlung. Dieser Mann wurde mit dem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen.