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Alkoholverbot: Wird der Passauer ZOB zur Tabuzone? | BR24

© BR/Martin Gruber

Am Passauer Bahnhof soll womöglich bald ein Alkoholverbot gelten. Der Stadtrat berät zur Stunde darüber.

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Alkoholverbot: Wird der Passauer ZOB zur Tabuzone?

Ruhestörungen, Umweltverschmutzungen und Körperverletzungen. Der Zentrale Omnibusbahnhof (ZOB) in Passau ist laut Statistik der Polizei ein Hotspot für Ordnungswidrigkeiten und Straftaten. Deshalb könnte dort schon bald ein Alkoholverbot gelten.

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Soll am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) in Passau demnächst ein Alkoholverbot gelten? Über diese Frage diskutiert am Nachmittag der Stadtrat. Es gilt als sicher, dass das Alkoholverbot durchgeht. Der Ordnungsausschuss hatte sich in den vorbereitenden Debatten dafür ausgesprochen.

"Brennpunkt ZOB"

Laut Stadt Passau gebe es seit Eröffnung des ZOB immer wieder Klagen über Störungen durch alkoholisierte Personen. Deshalb sei auch immer wieder die Forderung nach einem Alkoholverbot laut geworden. Die Grundlage dafür liefert die Polizeistatistik: Laut Inspektion Passau mussten die Beamten in diesem Jahr bis Mitte Oktober 84 Mal wegen Vorkommnissen am ZOB ausrücken, darunter 19 Mal wegen Körperverletzung beziehungsweise schwerer Körperverletzung.

Alkohol als Auslöser

In den überwiegenden Fällen war Alkohol im Spiel, so die Polizeistatistik. Gegenüber dem Vorjahr gehen diese Zahlen alle nach oben. Aus polizeilicher Sicht werde deshalb eine Verordnung zum Alkoholverbot im Bereich des ZOB begrüßt. Im Vorfeld der heutigen Sitzung hatten sich einige Stadträte dafür ausgesprochen, das Verbot vom ZOB in Richtung Bahnhof auszuweiten. Die Stadtverwaltung befasst sich gerade in Abstimmung mit der Polizei mit weiteren Verbotszonen.

Klage gegen Kameras

Das Thema Sicherheit im Passauer Zentrum sorgt immer wieder für Gesprächsstoff in der Dreiflüssestadt. Im letzten Jahr entschied sich der Stadtrat dafür, den Bereich Klostergarten/ZOB mit Videokameras zu überwachen. Gegen diese knapp 400.000 Euro teure Maßnahme gab es auch Widerstand. Vertreter der Linken und Grünen klagten sogar dagegen.