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Alkoholverbot am Zentralen Omnibusbahnhof Passau beschlossen | BR24

© BR/Martin Gruber

Die Stadt Passau macht ernst im Kampf gegen Delikte wie Ruhestörungen, Pöbeleien und Körperverletzungen. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gilt schon bald ein Alkoholverbot. Das Abstimmungsergebnis war eindeutig.

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Alkoholverbot am Zentralen Omnibusbahnhof Passau beschlossen

Die Stadt Passau macht ernst im Kampf gegen Delikte wie Ruhestörungen, Pöbeleien und Körperverletzungen. Am Zentralen Omnibusbahnhof (ZOB) gilt schon bald ein Alkoholverbot. Das Abstimmungsergebnis war eindeutig.

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Der Passauer Stadtrat hat entschieden: Am Zentralen Busbahnhof (ZOB) gilt demnächst ein Alkoholverbot. Das Abstimmungsergebnis war eindeutig. Die neue Verordnung wird schon demnächst greifen.

Zone könnte noch ausgeweitet werden

Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) zeigte sich zufrieden. Dem Bayerischen Rundfunk sagte Dupper, das beschlossene Alkoholverbot sei nur ein Steinchen im Mosaik. Was mit der im letzten Jahr beschlossenen Videoüberwachung und städtischer Beleuchtung begonnen habe, werde jetzt mit dem Alkoholverbot im Bereich des ZOB und einer angrenzenden Straße fortgesetzt. Eventuell werde die Zone, in denen das Verbot gilt, noch in Richtung Bahnhofstraße ausgeweitet. "Uns geht es bei den Maßnahmen darum, dass sich ganz normale Leute im öffentlichen Raum ganz normal aufhalten können", sagte Dupper. Gegen die Beschlussvorlage stimmten zwei Stadträte der Grünen. Sie sind allerdings nicht gegen das Alkoholverbot am Omnibusbahnhof, sondern lediglich gegen eine Ausweitung des Verbots auf andere Straßen.

"Brennpunkt" ZOB

Ausgangspunkt für die neue Verordnung ist die Statistik der Polizei. Laut Inspektion Passau mussten die Beamten in diesem Jahr bis Mitte Oktober bereits 84 Mal wegen Vorkommnissen am ZOB ausrücken, davon 19 Mal wegen Körperverletzung beziehungsweise schwerer Körperverletzung. Tendenz steigend. In den meisten Fällen war Alkohol im Spiel. "Wir stellen schon fest, dass Alkohol bei Streitigkeiten enthemmt und wir deshalb immer wieder wegen Körperverletzungen einschreiten müssen. Insbesondere zur Nachtzeit und am Wochenende. In diesen Fällen sind sowohl die Täter als auch die Opfer zum Teil erheblich alkoholisiert", sagt Christian Dichtl, der stellvertretende Leiter der Polizeiinspektion Passau.

Kein genereller Anstieg der Gewalttaten

Das Passau ein besonderes Problem mit alkoholbedingten Gewalttaten hat, verneint Dichtl. Insgesamt gehe die Kriminalität zurück. Nichtsdestotrotz, so der stellvertretende Polizeichef, müsste man auf bestimmte Entwicklungen wie die am ZOB reagieren.